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Ärztliche Dokumentation von Gesundheitsschäden durch elektromagnetische Hochfrequenzfelder

In einem Schreiben vom 7.12.2005 wandten sich die Mitglieder des Ärztlichen Qualitätszirkels "Elektromagnetische Felder in der Medizin - Diagnostik, Therapie, Umwelt" an den neuen Bundesminister Gabriel und forderten umgehendes Handeln, da Gefahr in Verzug sei.

Sehr geehrter Herr Minister,
von unserem Qualitätszirkel sind zunehmend besorgniserregende schwerwiegende Gesundheitsschäden an Einwohnern der Bundesrepublik Deutschland durch Vorort-Untersuchungen incl. Messungen dokumentiert worden. Wir lassen Ihnen daher die Unterlagen persönlich zukommen.
Wir führen hier den medizinisch-wissenschaftlichen Beweis, dass die zur Zeit technisch verwendeten hochfrequenten elektromagnetischen Felder innerhalb gültiger Grenzwerte kausal zu Gesundheitsschäden an der bundesdeutschen Bevölkerung führen. Grundlage ist der in der Medizin gültige Beweis über die Analogie gehäuft auftretender vergleichbarer Krankheitsbilder.
Die zuvor nachweislich gesunden Patienten erkranken unabhängig voneinander; sie erkranken in eindeutigem zeitlichen Zusammenhang mit Senderinstallationen und die Krankheitsbilder bessern sich, wenn keine Hochfrequenzbelastung besteht (Deexposition). Es erkranken nicht nur Einzelne, sondern ganze Familien und Nachbarschaften.
Trotz Information an das Bundesamt für Strahlenschutz und Ihr Ministerium unter der vorherigen Regierung ist bisher nicht vor Ort dahingehend gehandelt worden, dass die krankmachende Noxe durch Senderabschaltung untersucht wurde. Entsprechende Vorortuntersuchungen bei Erkrankten sind im Deutschen Mobilfunk-Forschungsprogramm nicht einmal ansatzweise vorhanden, obwohl die Untersuchung von Bevölkerungsteilen in Sendernähe bereits 2002 als prioritär zu untersuchendes Problem eingestuft wurde (Bundestagsdrucksache 14/8792).
Eine weitere Verzögerung ist nach dem Vorliegen unserer Unterlagen weder ethisch noch juristisch zu rechtfertigen, da hier eine Situation "Gefahr im Verzug" vorliegt, die umgehendes Handeln erfordert.
Die jetzt allgemein anerkannte Notwendigkeit verschärfter Kontrollen der Fleischwirtschaft mag als Denkanstoß hilfreich sein.

Im Ausdruck großer Sorge

Anlagen: Dokumentationen erkrankter Patientengruppen in Dresden, Völklingen, Ötisheim


Kontakt:
Dr. med C. Waldmann-Selsam
Karl-May Straße 48
96049 Bamberg-Bu

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