Zusammenfassung
Angesichts neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse, nach denen die Mechanismen der Genregulierung wesentlich komplexer sind, als bisher angenommen, ergeben sich neue Unwägbarkeiten für die Sicherheitsbewertung gentechnisch veränderter Pflanzen. Vielschichtiger als bisher angenommen sind auch die Wechselwirkungen zwischen den (gentechnisch veränderten ebenso wie den normalen) Pflanzen und ihrer Umwelt. In diesen Bereichen haben sich in den letzten Jahren viele neue Aspekte ergeben, deren Auswirkungen in ihrer Gesamtheit noch nicht vollständig überblickt werden.
Vor diesem Hintergrund hat Greenpeace zusammen mit dem Öko-Institut Freiburg und dem Blauen-Institut in Basel ein Projekt gestartet, um zu diskutieren, welche Auswirkungen die neuen Erkenntnisse zur komplexen Genomregulation auf das Verständnis von gentechnisch veränderten Pflanzen hat. Dazu organisierten Greenpeace und das Öko-Institut im November 2005 eine Konferenz, für die ein Reader zusammengestellt wurde, worin nicht nur die ReferentInnen der Konferenz sondern noch weitere ExpertInnen zu Wort kommen. Im Ergebnis liegt eine bisher einzigartige und allgemeinverständliche Materialsammlung zu diesem Thema vor. Die Kernpunkte der Interviews, die Florianne Koechlin vom Blauen-Institut führte, werden im folgenden zusammengefasst.
umwelt-medizin-gesellschaft 19 (1): 23-26
Autorin: Katja Moch, Bereich Biodiversität, Ernährung & Landwirtschaft (BE&L), Öko-Institut e.V., Geschäftsstelle Freiburg, Postfach 50 02 40, 79028 Freiburg, k.moch@oeko.de