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Gentechnik in Landwirtschaft und Ernährung - Kein Thema für Ärzte?
Angela von Beesten

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Zusammenfassung
Der Beitrag stellt den aktuellen Stand der Anwendung von Gentechnik in Landwirtschaft und Ernährung (Agrogentechnik) dar, hinterfragt den in Aussicht gestellten Nutzen gentechnisch veränderter Produkte und beleuchtet die Risiken ihrer Anwendung. Gentechnisch veränderte Organismen (GVO) sind in unseren Nahrungsmitteln aus konventioneller Erzeugung inzwischen Realität. Gentechnisch veränderte Pflanzen (gvP) werden seit 2005 in Deutschland kommerziell angebaut. Fast alle aus dem zehnjährigen GVO - Anbau hervorgegangenen Pflanzen produzieren entweder selber Toxine oder überleben infolge ihrer Herbizidresistenz, dass sie mit Totalherbiziden besprüht werden und diese in ihren Zellen anreichern und somit in die Nahrung einführen. Neuere Erkenntnisse der Epigenetik, alarmierende Befunde aus Tierfütterungsstudien und unzureichende Erforschung gesundheitlicher Risiken sollten Ärztinnen und Ärzte veranlassen, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen, um in der ärztlichen Beratung kompetente Antworten geben zu können. Aus vorsorgenden Gesichtspunkten ist es ratsam, vom Verzehr von Genfood zugunsten einer vielfältigen, möglichst naturbelassenen Ernährung abzuraten
.

umwelt-medizin-gesellschaft 19 (1): 7-16

Autorin:
Angela von Beesten, Ärztin, Vorstandsmitglied des Ökologischen Ärztebundes, Auf der Worth 34, 27389 Vahlde, avonbeesten@dgn.de