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Nanotechnologie - eine Bestandsaufnahme
Harald F. Krug und Torsten Fleischer
Zusammenfassung
Die "Nanotechnologie" gilt allgemein als eine der Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts. Neben den zahlreichen möglichen Anwendungen und bereits auf dem Markt befindlichen Produkten nimmt auch der kritische Umgang mit der neuen Technologie mittlerweile Formen an. Viele wissenschaftliche Tagungen und öffentliche Diskussionsveranstaltungen beschäftigen sich daher auch mit dem mit ihr einhergehenden Risikopotenzial. Dabei stehen die biologischen Wirkungen der Nanomaterialien meist im Mittelpunkt des Interesses. In einem schnell wachsenden Feld neuer Produkte und Einsatzmöglichkeiten sehen viele auch einen massiven Anstieg bei den einhergehenden Risiken. Deshalb muss die Frage erlaubt sein, inwieweit diese Risiken akzeptabel sind. Eine Technologie ohne Risiken gibt es nicht, daher sind Anstrengungen notwendig, solche Risiken zu erfassen und nach Möglichkeit für die Bevölkerung so zu minimieren, dass diese letztlich von den Chancen der Technologie weit übertroffen werden. Dies wäre ein wichtiger Beitrag dafür, dass die Technologie als solche akzep-tiert würde und nutzbar wäre. In den vergangenen 3 Jahren, seit der letzten Publikation an gleicher Stelle zu diesem Thema, hat sich viel auch in der Hinsicht "Sicherheitsforschung" getan und es sind mehrere Projekte gestartet worden, die sich diesem Thema widmen. Aber ist das genug Aktivität, um mit den Risiken umzugehen und diese sowohl zu beherrschen als auch entsprechend zu kommunizieren? Der Beitrag soll dazu einige Antworten liefern.
umwelt medizin gesellschaft 20(1): 44-50
Autoren: Prof. Dr. habil. Harald F. Krug, Empa - Materials Science & Technology, Post-fach 50, Lerchenfeldstrasse 5, 9014 St. Gallen, SCHWEIZ, Tel.: +41/71/274 72-0, harald.krug@empa.ch, www.empa.ch
Dipl.-Phys. Torsten Fleischer, Forschungszentrum Karlsruhe, Institut für Tech-nikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS), Hermann-von-Helmholtz-Platz-1, 76344 Eggenstein-Leopoldshafen
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