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Feinstaubbelastung: Schwerpunkt Passivrauchen

Tobias Raupach

Zusammenfassung
Passivrauch und Feinstaub müssen hinsichtlich ihrer Zusammensetzung und ihrer biologischen Aktivität voneinander unterschieden werden. So verläuft auch die Dosis-Wirkungs-Beziehung zwischen der Feinstaub-Belastung und dem Risiko kardiovaskulärer Ereignisse - anders als beim Passivrauchen - linear. Wenngleich die Effekte einer Feinstaub-Belastung auf zellulärer und subzellulärer Ebene noch nicht hinreichend geklärt sind, ließen sich mit dem oxidativem Stress und der Induktion eines hyperkoagulabilen Status zumindest zwei pathophysiologische Mechanismen finden, die sowohl durch lungengängige Partikel als auch durch Passivrauchen aktiviert werden.
Für die Belastung mit Feinstaub existieren in Deutschland verbindliche Grenzwerte, deren Überschreitung Konsequenzen nach sich zieht. Um einen entsprechenden Schutz der Bevölkerung vor der mindestens ebenso schädlichen Exposition gegenüber Passivrauch zu gewährleisten, sind Rauchverbote an öffentlichen Orten unabdingbar.

umwelt medizin gesellschaft 20(1): 24-27

Autor: Dr. med. Tobias Raupach, Raucherentwöhnungsambulanz, Abteilung Kardiologie und Pneumologie, Zentrum Innere Medizin, Universitätsklinikum Göttingen, Robert-Koch-Straße 40, 37075 Göttingen, raupach@med.uni-goettingen.de