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The Future of Children's Environment in the First World. Social, Physical and Chemical Threats
Zukünftige Kinderumwelt. Soziale, physikalische und chemische Bedrohung
(21.-24.11.2006, Osnabrück)

Erik Petersen

Erik Petersen
Red. umwelt-medizin-gesellschaft
Frielinger Str. 31
28215 Bremen

"Falsche Ernährung, Übergewicht, Bewegungsmangel, Armut, Gewalt und Drogen sind Umweltfaktoren, die in Mitteleuropa viel mehr als physikalische Faktoren oder Chemikalien die Gesundheit von Kindern und letztlich die Zukunft unserer Gesellschaft bedrohen." Dieses Fazit zog Prof. Karl Ernst von Mühlendahl am Ende einer viertägigen Fachtagung in der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), zu der die Kinderumwelt gGmbH der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin gut 50 Experten aus zahlreichen europäischen Ländern und den USA nach Osnabrück eingeladen hatte.

Umweltmedizin im Östlichen Mitteleuropa (21.11.2006)
Der erste Tag der internationalen auf englisch geführten Konferenz fand ihn den Räumen der Kinderumwelt statt und war der Situation der Umweltmedizin im Östlichen Mitteleuropa gewidmet. Die Vertreter aus Polen, Estland, Lettland, Litauen, Ungarn und Slowakei stellten die Situation in ihren jeweiligen Ländern dar und diskutierten über Unterschiede, Gemeinsamkeiten und mögliche Kooperationen. Leider reisten die meisten TeilnehmerInnen erst am zweiten Tag an, sodass der Austausch mit den Kollegen aus Westeuropa und den USA erst dann möglich wurde.

Soziale und ökonomische Umweltbedrohungen (22.11.2006)
Der Bogen des zweiten Tages begann mit der Darstellung des aktuellen Diskussionsstandes zum Bewegungsmangel (Renate Zimmer, Universität Osnabrück) und zu Ernährung und Übergewicht (Thomas Lob-Corzilius, Kinderhospital Osnabrück). Hier liegen eindeutige Fakten vor, die grundsätzlich nicht mehr anzuzweifeln sind und dringenden Handlungsbedarf belegen.
Schon anders sieht es aus bei der Bewertung des Einflusses der öffentlichen Medien zur Verschlechterung der gesundheitlichen Situation bei Kindern und Jugendlichen und zur Frage der Gewalt. Hier scheinen zwar subjektiv und empirisch deutliche Zusammenhänge zu bestehen, allein auf wissenschaftlicher Basis müssen viele Fragen offen bleiben. Andreas Kappos (früher Hamburg, nun Frankfurt) mühte sich redlich, musste aber letztlich passen: die Datenlage lässt einfach keine eindeutigen Schlüsse zu.

Sehr viel klarer mit Daten und Fakten zu untermauern ist die Komponente der Armut, die eindeutig einen negativen Einfluss auf die Kindergesundheit hat, wie Claudia Hornberg (Bielefeld) eindringliche darstellte und die eine große Anzahl von Kindern betrifft. Fikret Cerci (Detmold) konnte zeigen, dass Migranten per se eine Risikogruppe darstellen, wenn eine prekäre ökonomische Lage hinzukommt, sind die Kinder doppelt benachteiligt. Auch hier handelt es sich nicht um eine vernachlässigbare Größe, wenn man bedenkt, dass fast 15 Mio Menschen in Deutschland leben, die einen Migrantenhintergrund haben. Er mahnte auch an, nicht die wohnungslosen und illegalen Kinder und Jugendliche zu vergessen, die vollkommen ohne Schutz seien. Die Ergebnisse des bundesweiten Kinder- und Jugendgesundheitssurveys (KiGGS) bestätigen im übrigen die hohen gesundheitlichen Risiken bei Armut und Migrantenhintergrund.
Der langjährige Drogenbeauftragte des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte Wolf-Rüdiger Horn (Gernsbach) stellte bei seiner Analyse der legalen und illegalen Drogenkonsums fest, dass die schlimmsten Schädigungen eindeutig von den gesellschaftlich akzeptierten Drogen ausgingen, die auch ausnahmslos als Einstiegsdrogen anzusehen seien. Das Verhalten der deutschen Regierungen beim Thema Nichtraucherschutz sei vor diesem Hintergrund vollkommen unakzeptabel, wenn es auch eine lange Tradition habe...
Von einem erfolgreichen Pilotprojekt zur Prävention von antisozialem Verhalten (EFFEKT) berichtete Mark Stemmler (Erlangen). Das Training könne die Probleme der Kinder deutlich mindern, wobei sich die positiven Effekte unabhängig vom sozialen Status zeigten.
Kinderarzt Jürgen Bilger (Hannover) bombardierte die Konferenzrunde in schon fast gewohnt provokanter Weise mit einer Unmenge an Daten, Hinweisen und Sichtweisen zur etwas fatalistisch anmutenden These „kinderlos, arbeitslos, wertlos - die Zukunft unserer Kinder?“ Eine stringente Antwort konnte und wollte er wohl auf seine Frage gar nicht geben, so hinterließ sein Vortrag eine Menge offener Fragen.
Zum Ende des Tages präsentierten die beiden letzten Referenten dann wieder harte Fakten.
Martin Schlaud (Robert Koch-Institut, Berlin) stellte erste Ergebnisse des KIGGS vor (siehe www.kiggs.de), - später zeigte Marike Kolossa-Gehring (Umweltbundesamt, Berlin) einige Ergebnisse aus dem Kinder-Umwelt-Survey (KUS), einer Teilstudie des KiGGS.
Michael Wilhelm (Universität Bochum) berichtete über den Einfluss von industriellen Quellen auf die Kindergesundheit anhand der Hot Spot Studien in Nordrhein-Westfalen. Hier zeigten die Ergebnisse, dass sich die Nähe zu bestimmten Industrieanlagen nicht nur im Blut sondern auch im Gesundheitszustand der Kinder widerspiegelte.

Klassische Umweltschadstoffe (23.11.2006)
Joachim Heinrich (GSF, Neuherberg) stellte aktuelle Ergebnisse zum Feinstaub vor, die eindeutige Zusammenhänge zeigten zwischen der Feinstaubkonzentration und Gesundheitsschäden. So steigt die Mortalität um 20 % pro 10 µg Feinstaub/ m3. Die Lungenleistung nimmt linear mit der Erhöhung der Konzentration ab, ebenso wie Asthma, Heuschnupfen, Atopische Erkrankungen, Allergien und Otitis zunehmen. Andersherum konnte er auch Ergebnisse präsentieren, wo eine Verminderung der Belastung ebenso eindeutig mit einer Verbesserung der Gesundheitssituation einhergegangen ist, dies gilt am deutlichsten für Asthma.. Beim Thema Feinstaub liegen demnach die Fakten längst auf dem Tisch, insbesondere schwangere Frauen, Säuglinge und kleine Kinder benötigten einen sicheren Schutz gegenüber Feinstäuben, so sein eindringlicher Appell.
Ulrike Steuerwald (University of Southern Denmark, Odense) - aus der Arbeitsgruppe von Philippe Grandjean, berichtete über den aktuelle Stand der Quecksilberdiskussion. Gerade erst hatte sich Grandjean gemeinsam mit Landrigan mit ihrem Review „Developmental neurotoxicity of industrial chemicals“ zu Wort gemeldet (The Lancet, 8.11.2006). Hier beschränkte sich Frau Steuerwald auf die Wiedergabe der Ergebnisse der Studien auf den Färöern, die die These von einer möglichen neurotoxischen Epidemie stützen: bereits sehr geringe Konzentrationen von Quecksilber führten zu kognitiven Defekten und Entwicklungsdefiziten bzw. -verzögerungen. Nicht auszuschließen seien langfristig cardiovaskuläre Effekte wie Bluthochdruck. Unter Umständen müssten auch die zunehmenden Fallzahlen an ADHS, Autismus u.a. Krankheitsbildern vor diesem Hintergrund betrachtet werden.
Die Ergebnisse der sog. Düsseldorf Studie (1993-1995) und Duisburg Studie (2000-2002) zu Polychlorierten Biphenylen (PCB) stellte Gerhard Winneke (Universität Düsseldorf) vor. Er zeigte, dass bis zu einem Alter von 42 Monaten negative Effekte vorgeburtlicher PCB-Belastungen deutlich zu sehen waren, danach allerdings nicht mehr. Er schloss allerdings auch eine Wirkung einer möglichen postnatalen Belastung nicht aus. Von besonderer Bedeutung seien mögliche hormonelle Effekte auf das Thyroid- oder Steroid-Hormonsystem, obwohl es zur Zeit nicht sicher sei, ob die beobachteten Effekte nicht vielmehr dem Einfluss des Dioxins zuzurechnen seien, das als Verunreinigung immer mit den PCBs gemeinsam präsent sei.
Zu einer Premiere besonderer Art avancierte der Vortrag von Ruth Etzel (Anchorage, USA), die in letzter Minute absagen musste, und nun per Telefon (übers Mikrofon verstärkt) ihre Präsentation kommentierte, die noch rechtzeitig per e-mail eingetroffen war. Sie hielt ein leidenschaftliches Plädoyer für die ärztliche Sorge um die Indoor und Outdoor Luftqualität der Kinder. Insbesondere sprach sie das Problem der Mykotoxine an, das ihrer Meinung nach bislang viel zu wenig Beachtung gefunden hätte (siehe auch Etzel, R: What the Primary Care Pediatrician should know about Syndromes associated with Exposures to Mykotoxins, Curr Probl Pediatr Adolesc Health Care, Sept. 2006, 36: 282-305).
Walter J. Rogan (Research Triangle Park, USA) stellte einige Forschungsergebnisse zu den Hormonähnlichen Wirkstoffen (Endocrine disruptors) zusammen und diskutierte Effekte wie vorzeitige Pubertät, Schilddrüsenfunktionsstörungen, Verschiebung des Geschlechterverhältnisses bei Neugeborenen sowie Geburtsdefekte und deren mögliche Verursacher.
Zur Frage der Bedeutung von Pestiziden bei Krebs im Kindesalter äußerte sich Michael Nasterlack (BASF, Ludwigshafen). Er stellte einen eigenen Review vor, zu dem er die einschlägige wissenschaftliche Literatur auswertete. Demnach schwankten die Risiken zwischen 0,7 und 1,3. In seinem Schlusswort nannte er eine Spannbreite von weniger als 1 % bis höchsten 15 % aller Krebsfälle im Kindesalter, die möglicherweise von Pestiziden (mit)verursacht sein könnten.
Die Forschungen zu den Phthalaten fasste Ursel Heudorf (Gesundheitsamt, Frankfurt/M.) zusammen. Hier haben insbesondere die Ergebnisse der Erlanger Forschergruppe gezeigt, dass Teile der Bevölkerung die tolerierbaren Höchstmengen überschreiten. Ob die bereits verfügten bzw. noch geplanten Einschränkungen hier tatsächlich eine Wirkung haben werden, darf bezweifelt werden.
Nach der Darstellung seiner Zusammenstellung zum Thema Elektromagnetische Felder, Mobilfunk und Kindergesundheit kam Matthias Otto (kinderumwelt, Osnabrück) zu dem Schluss, dass neben der wenn auch nur im geringen Maße nachgewiesenen schädlichen Wirkung von Hochspannungsleitungen (geringer Anstieg der Krebsinzidenz) der Mobilfunk sich bislang als unschädlich erwiesen hätte. Trotzdem würde die kinderumwelt aus Vorsorgegründen empfehlen, dass Kinder vor dem 5. Lebensjahr nicht mobil telefonieren sollten.

Politische Diskussion (23.11.2006)
Mehr mit den sozialen Aspekten beschäftigte sich am 23.11. im einzigen deutschen Tagungsteil Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff. In seinem Vortrag nannte er "Gewalt und Medien" als für Kinder bedrohliche Umweltfaktoren. Er betonte, dass Gesetze und Verordnungen das Problem in Zeiten eines weltweit nicht kontrollierbaren Internetangebots im Regelfall nicht lösen könnten. Vielmehr komme es darauf an, möglichst früh Medienkompetenz bei den Kindern zu fördern. Wichtig sei es, sie über die Wirkung von Medien, über Gefahren des Konsums gewalthaltiger Inhalte aufzuklären. Es müsse die Mentalität gefördert werden, Gewaltverherrlichendes einfach nicht sehen zu wollen. An die Adresse der Politik richtete der Ministerpräsident den Appell, sich neben den drängenden aktuellen Themen wieder verstärkt politisch um die "Z-Themen" zu kümmern: "Zeit, Zuwendung, Zärtlichkeit und Zukunft."
Wer die Verlautbarungen der niedersächsischen Landesregierung zum Thema „Nichtraucherschutz“ wenige Tage später vernahm, wo gegen einen umfassenden Nichtraucherschutz Front gemacht wurde, dürfte angesichts der offenen Widersprüche hinsichtlich der hehren Worte auf der Osnabrücker Tagung allerdings stark ins Grübeln gekommen sein...

Kindergesundheit und Umwelt in Mitteleuropa. Indikatoren, Organisationen, Forschungsbedarf (24.11.2006)
Im letzten Tagungsteil ging es um die internationale Dimension. Christian Gapp (WHO Zentrum für Umwelt und Gesundheit, Bonn) stellte das WHO-Konzept der Indikatoren für Umwelt und Gesundheit europäischer Kinder vor. Sie richten sich nach den Schwerpunkten des CEHAPE und sollen die Identifizierung von Zielen erleichtern.
Dorota Jarosinska (European Environmental Agency, Kopenhagen, Dänemark) referierte über den Gebrauch und Missbrauch des Vorsorgeprinzips. In einer umfangreichen Broschüre hatte die EEA gemeinsam mit der WHO unter dem Titel „Späte Lehren aus frühen Warnungen“ bereits 2001 an Hand diverser Schadstoffe wie Asbest, PCB oder Benzol die Kosten und Leiden aufgeführt, die die Ignorierung der frühen Warnungen gekostet haben (eine deutsche Übersetzung gibt es unter www.umweltbundesamt.de). Diese Geschichte sollte sich nicht wiederholen. Die EEA und auch die WHO propagieren das Vorsorgeprinzip als Handlungsprinzip, um adäquate Richtungsänderungen vornehmen zu können, auch wenn letzte wissenschaftliche Beweise noch fehlen.
Axel Hahn (Bundesinstitut für Risikobewertung, Berlin) stellte die Eckpunkte des neuen REACH vor und ließ schließlich die Frage nach den Auswirkungen auf die Kindergesundheit offen. Zu viele Fragen nach der Durchführung sind noch offen und auch die Mängel sind bereits offensichtlich, jedoch in ihren Auswirkung aus heutiger Sicht schwer einzuschätzen. Er erinnerte daran, dass REACH auch dazu führen könnte, dass es in Deutschland dort zu Rückschritten kommen könne, wo heute über REACH hinausgegangen wird. Dies sei z.B. bei der ärztlichen Pflicht zur Meldung von Vergiftungsfällen der Fall, die nun zur Disposition stehen könnten.
Enthusiastisch setzte sich Stephan Böse-O'Reilly (Netzwerk Kindergesundheit und Umwelt, München) für die permanente medizinische Weiterbildung gerade in Sachen Kinderumwelt und Gesundheit lieferte. Seiner Meinung nach habe die Veranstaltung genügend Gründe hierfür geliefert. Er bedauerte allerdings, dass europaweit die Weiterbildung noch weit von einer Institutionalisierung entfernt sei und bislang nur kleinere Initiativen aktiv seien.
Ebenso enthusiastisch wie sein Vorredner plädierte Juan Antonio Ortega Garcia (Murcia, Spanien) für die Einführung von Kinderumwelt und Gesundheit-Einheiten (Pediatric Environmental Health Speciality Units = PEHSU) in Kliniken. Er konnte von der hervorragenden Arbeit seiner Einheit in Murcia berichten und hätte am liebsten sofort ein europaweites Netzwerk gegründet – doch begegnete ihm eher Skepsis.
Einen Überblick über weltweite Aktivitäten und Netzwerke zu Kinderumwelt und Gesundheit gab schließlich zum Abschluss der Tagung Peter van den Hazel (INCHES - International Research and Information Network on Children's Health, Environment and Safety, Amsterdam, Niederlande). Er zeigte sich insgesamt optimistisch und lud alle TeilnehmerInnen ein auf der 4th International Conference on Children’s Health and the Environment vom 10.-12.6.2007 in Wien die Diskussionen auf internationaler Bühne fort zu führen uns zu vertiefen (www.inchesnetwork.net).

Resume
Für die Presse fasste der Organisator Prof. Mühlendahl zusammen: "Unsere oft egoistische, verbraucherorientierte Produktions- und Konsummentalität ist nicht enkeltauglich. Verbrauch der endlichen fossilen Energieträger, Klimaerwärmung und Verschwinden des stratosphärischen Ozons, die ungelöste Frage der atomaren Endlagerung, Abholzung der tropischen und nördlichen Wälder sowie Verlust der Artenvielfalt - das sind die in der Zukunft wahrhaft bedrohenden Umweltfaktoren."
Es sei deutlich geworden, betonte von Mühlendahl, dass die aufgezählten psychosozialen Aspekte der Umwelt für die aktuelle Gesundheit unserer Kinder weit wichtiger seien als die physikalischen oder chemischen. Was ganz und gar nicht heiße, dass diese Faktoren zu vernachlässigen seien. Bedenklich sei etwa, dass in den vergangenen Jahrzehnten kaum oder nur langsam abbaubare Substanzen wie Duftstoffe, Weichmacher und etwa für atmungsaktive Jacken, schmutzabweisendes Papier oder Feuerschutzmittel verwendete perfluorierte Tenside (PFT) - das sind industriell hergestellte organische Verbindungen, die sich im Körper des Menschen ablagern und nur langsam abgebaut werden, - in zum Teil Hundertausenden von Tonnen in die Umwelt freigesetzt worden seien. Sie seien teilweise bereits in großer Ferne - etwa in der Arktis -nachweisbar. Über ihre Giftigkeit sei wenig bekannt. Gerade das Zusammenwirken solcher Stoffe mit unbekanntem Toxizitätspotenzial mahne zur Vorsicht im Umgang mit Produktion, Anwendung und Freisetzung von neuen Chemikalien und mit alten, noch nicht ausreichend geprüften Verbindungen.
Auch auf physikalisch-chemische Einflussfaktoren bei der Belastungen von Kindern ging von Mühlendahl ein. So habe der Kongress die Feinstaubbelastung in der Innenraumluft, in der sich Kinder weit über 80 Prozent des Tages aufhielten, als einen der wichtigen Faktoren identifiziert, die zur Entwicklung von Erkrankungen beitragen. Obwohl die Feinstaubbelastungen in der Außenluft, teilweise verkehrsbedingt, in den Innenstädten unbestritten und erheblich krank machten, liege in der Innenraumluft in Schulen oder zu Hause etwa durch Tabakrauch oft eine "wesentlich höhere Konzentration" vor. Neu in den Blickpunkt gerückt sei neben den Feinstäuben die Schimmelpilzbelastung, und zwar nicht nur hinsichtlich der möglichen Auslösung von Allergien und Asthma, sondern auch durch die schädliche Wirkung von Schimmelpilzgiften.

(Quellen: Pressemitteilung Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) 25.10.2006 und 23.11.2006, www.dbu.de)




Abb.: Organisator Prof. Karl Ernst von Mühlendahl (l.) und der stellvertretende Generalsekretär der DBU, Prof. Dr. Werner Wahmhoff (r.), begrüßten den Ministerpräsidenten Niedersachsens Christian Wulff.