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Pathomechanismen chronischer Entzündungen und ihre Widerspiegelung in Labormarkern

Volker von Baehr

Zusammenfassung
Eine Entzündung ist die Folge einer Abwehrreaktion des Immunsystems, um Krankheitserreger, oder Fremdstoffe zu beseitigen. Eine effektive Entzündungsreaktion ist somit wichtig zur Elimination von Reizen, die ohne diese Immunantwort für den Organismus schädlich, in einigen Fällen sogar tödlich sein könnten. Man kann aber durchaus von einem "Januskopf" der Entzündung sprechen, denn eine Vielzahl von Erkrankungen ist durch eine unverhältnismäßig verstärkte oder noch häufiger chronische Entzündung geprägt. Man könnte sagen, dass dabei das Immunsystem überreagiert bzw. auf den eigentlich eher unbedeutenden Reiz zu intensiv und zu lange antwortet. Die Entzündung wird somit selbst zum entscheidenden Krankheitsaspekt. Beispiele dafür können chronisch entzündliche Darmerkrankungen, Rheumaerkrankungen, zelluläre Sensibilisierungen oder auch latente Infektionen z.B. mit Herpesviren sein. Im nachfolgenden Artikel werden die Charakteristika der "normalen" und der "übertriebenen" Entzündungsreaktion dargestellt sowie wichtige entzündungsassoziierte Laborparameter erklärt.

umwelt medizin gesellschaft 20(1): 7-12

Autor: Dr. med. Volker von Baehr, Institut für Medizinische Diagnostik, Abteilung Immundiagnostik, Nicolaistraße 22, 12247 Berlin-Steglitz, v.baehr@imd-berlin.de