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Umweltgerechtigkeit am Beispiel Hamburg
Werner Maschewsky

Zusammenfassung
Umweltgerechtigkeit (environmental justice) befasst sich mit der sozialräumlichen Verteilung von Umweltbelastungen, den Ursachen für die oft beobachtbare Ungleichverteilung, ihren sozialen und gesundheitlichen Folgen. Umweltgerechtigkeit - bei uns manchmal auch ökologische Gerechtigkeit genannt - thematisiert eine Schnittstelle von Sozial-, Umwelt- und Gesundheitspolitik, die in einigen Ländern (z.B. USA, Großbritannien, Südafrika) stark beachtet wird, aber nicht bei uns.

Am Beispiel Hamburg wird für Verkehrs- und Luftbelastungen gezeigt, wie sie sich - trotz Datenlücken - schätzen lassen und auf Bezirke/Stadtteile verteilen. Eine Auswertung zeigt deutliche Zusammenhänge zwischen Umweltbelastungen und Indikatoren sozialer Benachteiligung; die Umweltqualität differiert erheblich zwischen Stadtteilen. Ursachen für die Entstehung solcher Umweltbenachteiligungen werden diskutiert; ebenso Möglichkeiten der Einbeziehung von Umweltgerechtigkeit in die deutsche Umwelt- und Gesundheitspolitik.


umwelt-medizin-gesellschaft 18 (2): 142-148
Autor: Prof. Dr. Werner Maschewsky, HAW, FB Sozialpädagogik, Saarlandstr. 30, 22303 Hamburg


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