Zusammenfassung
Menschen unterscheiden sich in ihren ganz persönlichen Antworten auf eine Erkrankung, und ihre Antwort kann günstig oder ungünstig auf die Genesung wirken. Der allzumenschliche Eigensinn, der im Arrangement mit einer Erkrankung steckt, erleichtert oder erschwert ihnen ihr Arbeitsbündnis mit ihrem Arzt. Zwei unterschiedliche Sichtweisen in den Beziehungen der erkrankten Menschen zu ihrer Krankheit werden hervorgehoben und anschließend mit den Haltungen und Antworten verbunden, die die Gesundheitspsychologie beschrieben hat. Es entstehen neue Beziehungen zwischen Patient und Krankheit, gesundheitsstützende oder -hinderliche. Eine optimale Antwort aufs Kranksein stellt immer eine Aufgabe dar. Worin sie besteht und welche Fragen der Patient dafür zu beantworten hat, findet ebenso Beachtung wie die Aufgabe, sich über die neue Krankenrolle mit Familie und Freunden zu verständigen. Wer entscheidende Fragen für sich, gemeinsam mit der Familie oder mit anderen Menschen beantwortet, unternimmt aktiv etwas für ein optimales Bewältigen seiner Erkrankung.
umwelt-medizin-gesellschaft 18 (2): 122-125
Autor: Dipl.-Päd. Rainer Meerkamp, Nöthener Str. 17, 53902 Bad Münstereifel
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