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Pathologische Wirkungsmechanismen der Schädigung durch Hochfrequenzsender - ein plausibles Modell
Ulrich Warnke

Zusammenfassung
Die Symptome einer Störung und Schädigung der Funktionen des Menschen im Einfluss weit-gehend nichtthermischer elektromagnetischer Strahlung in der Umgebung von Hochfrequenz-Sendern sind bereits seit den 1930er und 1940er Jahren beschrieben.

Die Schädigung besteht als Folge von
1. Psycho-Neuro-Vegetativen Störungen der Organismus-Funktionen,
2. Chromosomen-Aberrationen mit Erhöhung des Tumor-Risikos.

Die Symptome können mit den Folgen von induziertem nitrosativen/ oxidativen Stress erklärt werden. Im Mittelpunkt des Geschehens steht das Freie Radikal Stickstoff-Monoxid (NO).

Der physikalisch-physiologische Wirkungs-Mechanismus funktioniert unabhängig vom thermi-schen Rauschen innerhalb des Organismus: Die Magnetfelder spalten das Grundniveau von Ra-dikal-Molekülen mit magnetischem Dipol auf (Zeeman-Effekt). Starke elektrische Felder im Organismus (Membranen mit 107 V/m) spalten ebenfalls das Grundniveau von Radikal-Molekülen mit elektrischen Dipolen auf (Stark-Effekt). Resonante Hochfrequenzstrahlung aus technischer Verbreitung im MHz- und GHz-Bereich bauen über diesen aufgesplitteten Grundni-veaus diverse Anregungszustände mit exakt festgelegten Frequenzen auf.
Diese Anregungszustände provozieren:
die Emission höherenergetischer Strahlung aus dem Freien Radikal heraus - mit entspre-chender Beeinflussung der Molekül-Bindungs-Eigenschaften in der Umgebung,
die Verlängerung der Lebensdauer und damit Stabilisierung der Freien Radikale (entspricht Dosiserhöhung der Schädigung),
die Autoionisation des NO-Moleküls mit schädigendem Einfluss auf die Umgebung, z.B. Konformationsänderungen von Enzymen und DNA-Schädigungen.
die Forcierung multifrequenter Bindungsaffinitäten von z.B. NO an Eisen-, Schwefelmo-leküle, wodurch funktionelle Moleküle blockiert werden.

NO-Moleküle, die in Kooperation von schwachen Magnetfeldern, starken elektrischen Feldern und Hochfrequenzstrahlung ihren Redoxzustand verändern, sind für den Organismus unbrauch-bar und induzieren diverse Schädigungen ihrer Umgebung, besonders auch als hochtoxisches Peroxinitrit. Die nun dringend erforderliche intrinsic-Apoptose zur Zerstörung der defekten Zelle wird durch radikale NO-Moleküle wiederum unterbunden und Mutationen weitergeführt.
Die Folge sind eine Vielzahl von pathologischen Prozessen, insbesondere eine vererbbare Mito-chondropathie. Eine entscheidende Rolle in diesem Prozess spielt ein zu geringer Level von Antioxidantien bei gleichzeitig einwirkenden zusätzlichen oxidativen und nitrosativen Umwelt- und Nahrungs-Noxen, wie z.B. Ozon, Stickoxide, Nitrite, Nitrate, Nitrosamine.


umwelt-medizin-gesellschaft 18 (2): 107-118
Autor: Dr. rer. nat. Ulrich Warnke, Fak 8.3, Universität des Saarlandes, Lehrstab Technische Biomedizin, Umweltmedizin, Präventivbiologie, Postfach 151150, 66041 Saarbrücken

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