Zusammenfassung
Die bisher kommerziell genutzte Gentechnik in der Landwirtschaft ist auf die großen Exportkulturen der USA und anderer lateinamerikanischer Exportnationen konzentriert. Sie ist eine Technik für große Betriebe. Die Kleinbauern in Entwicklungsländern profitieren von ihr wenig. Um Hunger zu bekämpfen, braucht man einen Zielgruppenansatz. Die Agrogentechnik ist zu grob, um die Armen und Hungernden zu erreichen. Die Agrartechniken der tropischen Subsistenzbauern, die ein großes Potential besitzen, verdienen weiterentwickelt zu werden. Die Agro-Gentechnik ist eher eine Bedrohung für diese Ansätze.
umwelt-medizin-gesellschaft 19(2): 146-148
Autor: Dr. Rudolf Buntzel, Evangelischer Entwicklungsdienst EED, Beauftragter für Welternährungsfragen, Charlottenstr. 53/54, D-10117 Berlin, E-Mail: r.buntzel@gkke.org