Zusammenfassung
Die Fortpflanzungsmedizin hat in den vergangenen 30 Jahren eine dynamische Entwicklung erfahren und damit heftige Debatten um ethisch umstrittene Methoden in Therapie und Forschung ausgelöst. Den Auseinandersetzungen um die Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs in den 70er und 80er Jahren folgte die Diskussion über die In-vitro-Fertilisation. Heute sind Forschung an Embryonen und embryonalen Stammzellen, therapeutisches Klonen und Präimplantationsdiagnostik die strittigen Themen.
Ziel dieses Beitrages ist es, vor allem diese neuen Verfahrenstechniken als Ergebnisse eines medizinisch-naturwissenschaftlichen Prozesses der Methodenentwicklung mit Theorien zur Gesundheitsforschung zu verbinden und aus Sicht der Gesundheitsförderung kritisch zu hinterfragen.
umwelt-medizin-gesellschaft 19 (2): 117-127
Autor: Prof. Dr. med. Hartmut Dunkelberg, Universität Göttingen, Institut für Allgem. Hygiene und Umweltmedizin, Windausweg 2, 37073 Göttingen, E-Mail: hdunkel1@gwdg.de