Zusammenfassung
Auf unserer Welt spielt sich ununterbrochen eine humanitäre Tragödie ab, indem tagtäglich 3.800 Kinder sterben, die keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser haben. Unsauberes Wasser, in feuchten Ökosystemen brütende Insekten, unzureichende sanitäre Anlagen und mangelnde Hygiene gehören zu den häufigsten Ursachen von Krankheit und Tod in den so genannten Entwicklungsländern. Die Folgen sind wasser-verursachte, z.B. Durchfall oder Schistosomiasis, vector-verursachte, z.B. Malaria oder Dengue-Fieber, und Wasser-Mangel-Krankheiten, z.B. Trachoma. Die größten Krankheitslasten haben die Länder Afrikas in der Sub-Sahel-Zone, die südlichen Länder Asiens und die Länder Lateinamerikas zu tragen. Die wichtigste Bezugsgrößen von Krankheit und Tod sind in diesen Ländern die Armut, die ungleichen wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse. Lösungsansätze wären hier zu suchen. Wasser gehört zur Daseinsvorsorge, eine Öffnung für den Markt verschärft das Problem.
umwelt medizin gesellschaft 21(2): 142-147
Autor: Prof. Dr. Helfried Gröbe, Im Weller 19, 90768 Fürth, hdgroebe@web.de