Zusammenfassung
Die Frage nach einer genetisch bedingten Suszeptibilität bei Umweltbelasteten wird zum heutigen Zeitpunkt nicht in die Anamnese eines Patienten einbezogen. Es wird angenommen, dass in der Pathogenese die in der Regel niedrigen Konzentrationen einer Mischexposition unerheblich sind. Aus Untersuchungen, die über Nebenwirkungen nach Arzneimitteleinnahme berichten, sowie aus arbeitsmedizinischen Untersuchungen ist bekannt, dass Enzyme am Stoffwechsel von Fremdstoffen beteiligt sind, deren genetische Informationen interindividuell unterschiedlich sein können. Bei der Beurteilung eines Therapieerfolges bzw. beim Auftreten arbeitsmedizinisch bedingter Erkrankungen können genetische Faktoren demnach nicht ausgeschlossen werden. Inwieweit genetische Faktoren auch für Umweltbelastete eine Rolle spielen ist unbekannt. Mit Hilfe eines Fragebogens wurde die individuelle Chemikalienempfindlichkeit mit den Ergebnissen der Untersuchung drei verschiedener Gene verglichen.
umwelt-medizin-gesellschaft 18 (3): 209-212
Autoren:
Dr. rer. nat. Eckart Schnakenberg* und Karl-Rainer Fabig (1943-2005)
*Korrespondenzanschrift: Inst. für Pharmakogenetik und Genetische Disposition, Ostpassage 7, 30853 Langenhagen
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