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Umweltmedizinische Diagnostik zahnersatzinduzierter Schädigungen
Claus-Hermann Bückendorf

Zusammenfassung
Gesundheitliche Risiken durch Dentalmetalle sind heute in der Umweltmedizin von zunehmender Bedeutung. Hinzu kommen weitere Füllungsmaterialien, die in den letzten Jahren als Amalgamersatz auf den Markt gekommen sind. Hierzu zählen insbesondere die Kunststoffe, die in der konservierenden Zahnmedizin in Form von Komposits und Kompomeren, bei der Fissurenversiegelung und bei Schmelz- und Dentinadhäsiven, als auch in der Prothetik sowie als Befestigungskleber von Kronen, Brücken und Inlays Verwendung finden. Weitere Belastungen entstehen durch Wurzelfüllmaterialien wie Zinkoxid, Eugenol, Epoxidharze, Trans-Polyisopren/ Cadmium/ Metallsulfate aus Guttapercha-points sowie Konservierungsstoffe und Aldehyde als Zusätze zu Pasten.

Vor dem Hintergrund zunehmender Unverträglichkeit und Sensibilisierung gegen Zahnersatzmaterialien ist der Ruf nach einer verfeinerten, effektiven und rationellen Diagnostik in der Umweltmedizin allzu verständlich. Dabei müssen Pharmakokinetik der Dentalmaterialien und deren Metaboliten, toxikologische und immunologische Reaktionsmuster berücksichtigt werden. Neben dem Biomonitoring kommen hierbei die im Rahmen des biologischen Effektmonitoring eingesetzten In-vitro-Testverfahren (LTT, Zytokinstatus, LTC-4 oder Basophilendegranulationstest, Autoantikörper) eine wesentliche Bedeutung zu.

umwelt-medizin-gesellschaft 17 (4): 289-298
Autor: Dr. med. Claus-Hermann Bückendorf, Facharzt für Innere Medizin - Umweltmedizin, Vorstand Deutscher Berufsverband für Umweltmedizin (dbu), Wulfsbrook 2, 24113 Kiel, Bueckendorf-Dr@t-online.de

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