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Objektivierung von Erkrankungen in Folge
von chronischen Intoxikationen
Tino Merz, Wolfgang Huber, Thilo M. Messerschmitt, Volker Remmers und Johannes Bohl

Zusammenfassung
Häufig scheitert die Durchsetzung der Ansprüche chronisch Erkrankter in Zusammenhang mit chemischer Belastung aufgrund der Behauptung, die Symptome ließen sich nicht ob-jektivieren. Dies ist eine Schutzbehauptung, die einer argumentativen Erörterung ausweicht. Dabei wird ein Missverständnis zwischen Juristen und Naturwissenschaftlern effektiv zu Lasten der Betroffenen genutzt.
Leider beachten viele Umweltmediziner die anerkannten Definitionen der wichtigsten auf-tretenden Krankheitsbilder - Toxische Enzephalopathie (TE), toxische Polyneuropathie (TPNP), Chronisches Fatigue Syndrom (CFS), Multiple Chemische Sensitivität (MCS), Sick-Building-Syndrom (SBS), Fibromyalgie (FM) sowie andere systemische Entzündungen - nicht ausreichend, so dass der Schadensnachweis scheitern muss. Diese Schwach-stellen lassen sich durch Klarheit beheben: ausführliche Dokumentation, anerkannte Diag-nosekriterien und kurze laienverständliche - „nach Maßgabe der allgemeinen Lebenserfahrung“ - Erläuterung.
Darüber hinaus sollte man die naturwissenschaftlichen Objektivierungsmöglichkeiten nutzen. Auch in Sachen wissenschaftlicher Aufklärung chronischer Chemikalienschäden ist heute das Verständnis besser als bei manch anderen chronischen Erkrankungen.

umwelt-medizin-gesellschaft 17 (4): 307-315
Korrespondenzautor: Dr. rer. nat. Tino Merz, Frankenstr. 12, 97292 Wüstenzell, E-Mail: Merz.sys_oeko@t-online.de

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