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Schadstoffe in Textilien - Status quo und Ausblicke
Rosemarie J. Bothe und Rüdiger Filbrich

Zusammenfassung
Immer mehr Menschen reagieren allergisch auf Dispersionsfarbstoffe und Hilfsmittel, die zur Färbung von Textilien benutzt werden.
Leidtragende sind vor allem Frauen, da sie öfter enganliegende Kleidungsstücke tragen. Nicht selten bilden sich bei ihnen am ganzen Körper z.B. Ekzeme und Flecken, die erst einige Tage nach Entfernen des Kleidungsstücks wieder verschwinden.
Ein bis zwei Prozent aller Kontaktallergien in deutschen Kliniken werden auf Textilfarben zurückgeführt.
Textilhilfsmittel sind genauso wie Farbstoffe als allergieauslösende Faktoren einzubeziehen. Als solche kommen vielfältige, zum Teil bedenkliche Chemikalien wie DAS und TBT zum Einsatz. Nach dem Textilkennzeichnungsgesetz müssen zurzeit nur Angaben über die verwendeten Fasern und Farben gemacht werden, nicht jedoch über die eingesetzten Hilfsstoffe. Gesetzliche Regelungen existieren nur punktuell für einige, als gesundheitsschädlich angesehene Substanzen.
Es ist ein Umdenken nötig, wenn man sich der oben genannten Gefahren entziehen will. Auch wenn heutige, mit Pflanzenfarbstoffen gefärbte, tragefreundliche Naturtextilien nicht in dem Maße bügelfrei oder knitterfest wie synthetische High-Tech Textilien ausgerüstet sein können, gibt es doch Firmen, die Alternativen anbieten. Als Allergiebetroffener kann man auf Qualitätszertifikate, wie zum Beispiel das "Qualitätszeichen Naturtextil“ (IVN) achten oder Textilien beim ökologisch orientierten Versandhandel kaufen.


Summary
More and more people start reacting allergic on dispersion pigments and auxiliaries, used for the dyeing of textiles. Especially women, who often wear tight clothes, are affected by the effects of those pigments. They often show eczemas and red spots not only in the areas of the skin that is covered by the textile, but also in other areas. Once the garment is removed from the skin, the spots mostly disappear after some days.
About one to two percent of all contact allergies reported in German clinics can be traced back to textile colours.
Textile auxiliaries also have to be considered as allergens. Many chemical substances are being used for such purposes and many of them bear various dangers such as DAS and TBT.
In Germany, only the used fibres and colours have to be declared, not the used auxiliaries. Regulations exist only for some special substances, recognized as harmful to health.
If you are willing to avoid the above mentioned dangers, you have to start rethinking. Although you cannot reach the same features, such as "non-ironing" or crease resistance, with comfortable natural textiles, some companies offer alternatives. As an allergy-prone, one could look for quality certificates, such as the "Qualitätszeichen Naturtextil" (INV) or contact ecologically oriented mail order houses for safe textiles.

umwelt-medizin-gesellschaft 18 (4): 274-278

Autoren: Rosemarie J. Bothe, Vorstandsmitglied der DGUHT e.V., Tannenweg 4, 29568 Wieren, Tel. 05825-8838, Fax 05825-8864, Email: r.j.bothe@livos.de.
Dr. phil. Nat. Rüdiger Filbrich, LIVOS - Laborleiter, Auengrund 10, 29568 Wieren, Tel. 05825-880, Fax 05825-8860, Email: labor@livos.de

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