Zusammenfassung
Im Vergleich zu früher hat sich die Qualität unserer Innenräume durch eine Vielzahl an möglichen Schadfaktoren verändert: Mottenschutzmittel in Teppichen und Ledersofas, Formaldehyd in Möbeln und Deckenverkleidungen, Lösemittel in Farben, Lacken, Klebern und ver-steckten Schimmelpilzbelastungen sind Beispiele dafür. Die scheinbare Wohnraumqualität mit unsichtbaren Gefährdungspotentialen hat zur Folge, dass viele gesundheitliche Beschwerden "hausgemacht" sind.
Um zu erkennen, welche Schadfaktoren in welcher Konzentration und in welcher Kombination vorliegen, ist eine chemisch-analytische, mikrobiologische und physikalisch-messtechnische Bestandsaufnahme der Innenräume nötig. Erst mit diesem Wissen kann der Faktor Wohnung als Ursache für eine Erkrankung ausgeschlossen oder in den therapeutischen Ansatz einbezogen werden.
Wesentlich bei Gebäude bedingten Erkrankungen ist aufgrund der Komplexität eine schritt-weise und systematische Vorgehensweise, bei der Arzt, Innenraumanalytiker, Architekt und Baupraktiker interdisziplinär zum Wohle des Patienten zusammenarbeiten müssen.
umwelt-medizin-gesellschaft 18 (4): 265-273
Autor: Dr. rer. nat. Gerhard Führer, Institut peridomus, ö.b.u.v. Sachverständiger für Schadstoffe in Innenräumen, Mausbergstr. 9, 97267 Himmelstadt, Tel.: 09364-896001, Fax: 09364-896002, E-mail: info@peridomus.de, www.peridomus.de
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