Zusammenfassung
Das Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben plant einen Freisetzungsversuch mit gentechnisch verändertem (gv) Weizen, der dort von Oktober 2006 bis 2008 durchgeführt werden soll.
Der Ökologische Ärztebund hat am 19.9.2006 bei der Bundesanstalt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) eine Einwendung gegen diesen Freisetzungsversuch eingereicht. Die Einwendung wird unterstützt von der European Academy for Environmental Medicine, dem Deutschen Berufsverband der Umweltmediziner e.V. (dbu), der Interdisziplinären Gesellschaft für Umweltmedizin e.V.(IGUMED) und der Gesellschaft für Gesundheitsberatung (GGB) e.V.
Gentechnische Eingriffe an unserer Hauptnahrungspflanze, dem Weizen, sind so überflüssig wie unakzeptabel. Sie stellen den Gipfelpunkt der industriellen Verfremdung unserer Lebensgrundlagen dar und führen zum Spiel mit vollkommen unnötigen und unakzeptablen Risiken für die Gesundheit von Menschen und Tieren sowie von Ökosystemen.
Darum fordern wir, dass gentechnisch veränderter Weizen nicht im Freisetzungsversuch zugelassen wird und dass keine weiteren öffentlichen Gelder für die Forschung auf diesem Gebiet verschwendet werden.
umwelt-medizin-gesellschaft 19(4): 300-305
Autoren: Dr. med. Alexander Mauckner, Aachen; Angela von Beesten, Auf der Worth 34, 27389 Vahlde, avonbeesten@dgn.de