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Intrauterine Fruchtschädigung durch Schwermetallbelastung der Mutter

Walter Wortberg

Zusammenfassung
Ziel der Untersuchung war herauszufinden, ob neben Queck-silber auch andere Metalle während der Schwangerschaft von der Mutter auf den Fötus über-tragen werden und dort zu Erkrankungen führen können. Die Auswertung der Daten von 57 Kindern mit gesunden Zähnen, die keine Amalgam-füllungen im Mund hatten, und deren 34 Mütter auf Schwer-metall-belastungen ergab, dass die Kinder mit den gleichen Schwer-metallen wie ihre Mütter belastet waren. Alle Mütter waren während der Schwangerschaft Amalgamträger.
Im Urin der Kinder wurden Quecksilber sowie andere Schwermetalle wie Kupfer, Zinn und organischen Zinnverbindungen gefunden. Da die Kinder selbst nicht Amalgamträger waren und andere Kontaminationsursachen aufgrund ausführ-licher Anamnese sowie Umfeldanalyse weitgehend ausgeschlossen werden können, liegt der Schluss nahe, dass diese Schwermetalle von der Mutter auf den Fötus übertragen wurden. Die in dieser Arbeit aufgezeigten und zum Teil erfolgreich behandelten Erkrankungen der Kinder lassen ferner die Vermutung zu, dass diese Schwermetallübertragung von der Mutter auf den Fötus zu schweren Gesund-heits-schäden führt.
Die Klärung der Frage nach der Genschädigung einerseits und intrauteriner Fruchtschädigung andererseits ist notwendig für die Weiterbehandlung und damit für die Prognose des Kindes. Eine intrauterine Schädigung kann unter Umständen geheilt werden, während eine Erbkrankheit nur symptomatisch behandelt werden kann.
Somit ist bei allen Kinderkrankheiten mit unklarer Genese an eine Schwer-metall-belastung als Ursache zu denken. Zur Abklärung empfiehlt sich ein Human - Biomonitoring (Untersuchung auf innere Belastung). Neben den anorganischen Metallen müssen dabei auch die organischen Schwer-metall-verbindungen mitbestimmt werden, da sie um ein Vielfaches toxischer sein können als die anorganischen.
Ferner sollten Amalgamlegierungen bei jungen Frauen mit Kinderwunsch generell nicht mehr als Zahnersatzmittel benutzt werden. Das gilt auch für andere Edelmetall- und goldhaltige Legierungen.
Schlüsselwörter: amalgamfreie Kinder, Amalgamträger, Biomonitoring, intrauterine Fruchtschädigung, Zahnersatzmittel, Schwermetallbelastung, organische Zinnverbindungen, pränatal, Gesundheitsschäden


Abstract
Intrauterine damage of the foetus by heavy metal burden of the mother
In the following study 57 children with healthy teeth and their 34 mothers were examined for heavy metals. The children had no amalgam fillings of the teeth. Their mothers carried amalgam fillings during pregnancy.
The aim of the study was to ivestigate, whether other metals besides mercury can be transmitted during pregnancy from the mother to the foetus and can cause diseases.
The evaluation of the study shows that the children were loaded with the same heavy metals as their mothers. In the urine were found mercury, copper, tin and organic tin compounds. As the children themselves were no amalgam carriers and other contaminations can be excluded, it is obvious, that these metals can be transmitted during pregnancy from the mother to the foetus and can thus present a health hazard. These hazards can cause severe health damage and probably also lead to gene defects.
Therefore the problem of hereditary diseases, the gene and chromosome damage on the one hand and intrauterine induced health disturbances on the other hand must be re-evaluated. Such a new clarification is necessary for further treatment and prognosis of the child.
Intrauterine damage is perhaps curable, however a hereditary disease can be treated only symptomatically. In all children's diseases with unclear genesis one should consider that a heavy metal burden might be the cause.
We recommend to determine the inorganic metal as well as the organic heavy metal compounds by humane - bio monitoring (examination for inner stress), because the latter are many times more toxic.
Generally amalgam based alloys should not be used any more for dentures for young women wishing to bear children. This also applies to other noble metal and gold-bearing alloys.
Key words: amalgam free children, bio monitoring, dentures, heavy metals, health damages, intrauterine fruit damage, mother, organic tin compounds,
prenatal, amalgam carrier


umwelt-medizin-gesellschaft 19(4): 274-280

Autor: Dr. med. Walter Wortberg, Arzt für Allgemein-, Umwelt- und Tropenmedizin, Buschhauser Weg 13 b, 58511 Lüdenscheid, Tel/Fax: 02351/12 411, E-Mail: dr.wortberg@t-online.de