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Uni Freiburg sucht Teilnehmer für EU Studie zur Wirksamkeit der Fernheilung

Gerüchte und Hinweise von aufgebrachten Betroffenen hatten die Redaktion bereits vor geraumer Zeit erreicht, nun ist es offiziell publik. Die Uni Freiburg sucht Patienten, die an Chronischem Erschöpfungs-Syndrom (CFS) oder Multipler Chemikalienunverträglichkeit (MCS) leiden, für eine Forschungsstudie. Mit der Studie soll die Wirksamkeit oder Unwirksamkeit von Fernheilungen wissenschaftlich untersucht werden. Dr. Harald Walach, Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene des Universitätsklinikums Freiburg, koordiniert die Studie, die an zehn Kliniken in Deutschland durchgeführt wird. Sie wird im Rahmen des 5. Rahmenprogramms der Europäischen Union als einzige komplementär- bzw. alternativ-medizinische Studie gefördert. Warum ausgerechnet für diesen Hokuspokus (wie die Uni Freiburg selbst provokativ in ihrer Pressemitteilung fragt) Geld übrig ist, wo doch allgemein das Nichtwissen über MCS und ähnliche Krankheitsbilder beklagt wird, erstaunt nicht nur betroffene Patienten und niedergelassene Umweltmediziner.

"Wir wissen, dass wir uns mit dem Thema Fernheilung auf dünnes Eis begeben, aber es gibt Studien aus anderen Ländern, die eine Wirksamkeit belegen. Wir möchten mit seriösen wissenschaftlichen Methoden dazu beitragen, Grauzonen auszuleuchten," so die vage Beschreibung der Ziele der Untersuchung nach Worten von Walach.

Nach einer gründlichen Anamnese in einem der Zentren in ganz Deutschland, an denen die Studie durchgeführt wird, sollen Diagnose und Foto des Patienten jeweils an drei der insgesamt 400 Heiler aus ganz Europa geschickt werden. Die Behandlung dauert ein halbes Jahr, der Patient bleibt an seinem Wohnort. Mit Ergebnissen der Forschungsstudie ist Ende 2003 zu rechnen. Ob die Fernheilung hilft, merkt der Patient möglicherweise sofort. Wem da letztlich geholfen wurde, bleibt abzuwarten...

(Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (idw) Pressemitteilung Albert-Ludwigs-Universit=E4t Freiburg im Breisgau, 12.07.2002)

Kontakt:
Dr. Johannes Naumann
Dipl. Psych. Holger Bösch
Universitätsklinikum Freiburg
Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene
Hugstetter Str. 55
79106 Freiburg
Tel: 0761/270-5498

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