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Übersicht der Meldungen von November 2006 bis Mai 2007:
31.05.2007
Bewegung und Abspecken - Studie zur Therapiequalität bei übergewichtigen Kindern
Ob Fahrrad fahren, Schwimmen oder Fußballspielen - auf die Sportart kommt es nicht in erster Linie an, wenn Kinder und Jugendliche ihren überzähligen Pfunden zu Leibe rücken. Ohne Spaß und Regelmäßigkeit geht gar nichts. ...
25.05.2007
Bund setzt Maßstäbe beim Nichtraucherschutz
Der Bundestag beschließt heute in 2./3. Lesung das Gesetz zum Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens. Nach der Zustimmung des Bundesrates wird das Gesetz zum 1. September dieses Jahres in Kraft treten. Das Gesetz beinhaltet ein grundsätzliches Rauchverbot in allen öffentlichen Einrichtungen des Bundes und im öffentlichen Personenverkehr. Ferner sieht es eine Verbesserung des Schutzes vor Passivrauchen am Arbeitsplatz und eine Verschärfung des Jugendschutzgesetzes vor. ...
25.05.2007
"Killerspiele" erhöhen Gewaltbereitschaft
Wenn wir erreichen wollen, dass Kinder mehr in die Umwelt hineingeführt werden, müssen wir früh anfangen * vor allem in Kindergärten, erst recht in Grundschulen. Man kann mehr tun! - Diesen Appell richtete Prof. Dr. Christian Pfeiffer, ehemaliger niedersächsischer Justizminister und Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, an rund 170 Fachleute aus der Umweltbildung. Sein Vortrag war Teil der 15. Pfingstsymposiums, zu dem das Zentrum für Umwelt und Kultur Benediktbeuern (ZUK) gemeinsam mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) am 24./25.5.07 in das bayerische Tagungszentrum geladen hatte. Eltern, die DVD, Video, Spielekonsole, Computer und Fernseher ins Kinderzimmer stellen, klauen ihren Kindern Zeit, kritisierte Pfeiffer: Sie tragen Schuld an der Misere. ...
25.05.2007
Lungenkrebs ist die vierthäufigste Todesursache
Wie das Statistische Bundesamt zum Weltnichtrauchertag am 31. Mai 2007 mitteilt, starben im Jahr 2005 in Deutschland 42.217 Personen (30.347 Männer und 11.870 Frauen) an Erkrankungen, die in Zusammenhang mit dem Konsum von Tabakprodukten gebracht werden können. Neben Lungenkrebs - der mit 40.641 Sterbefällen die vierthäufigste Todesursache ist - werden auch Kehlkopfkrebs (1.536 Sterbefälle) und Luftröhrenkrebs (40 Sterbefälle) zu den Folgeerkrankungen des Rauchens gezählt. Insgesamt waren im Jahr 2005 gut 5% aller Sterbefälle auf eine für Raucher symptomatische Erkrankung zurückzuführen. ...
24.05.2007
Hausstaubmilben: Allergieschutz durch optimierte Textilien
Allein in Deutschland leben derzeit circa 10 Millionen Allergiker, von denen viele empfindlich auf Hausstaubmilben reagieren. Textilien sind sowohl Überträger als auch Biotop von Hausstaubmilben und spielen dabei beim Allergieschutz eine entscheidende Rolle. Besonders nachts sind diese Allergiker den in der Matratze lebenden Spinnentieren und ihren allergenen Kotausscheidungen nahezu schutzlos ausgeliefert. Produktentwicklungen für diesen Bereich, die Milben effektiv fernhalten, abtöten oder vor dem Einatmen der Ausscheidungen schützen, haben daher beste Marktchancen. Wie aber entwickelt man effektive, gegen Milben gerichtete Textilien? Wie lässt sich die Anti-Milbenwirkung neutral belegen? ...
23.05.2007
Östrogene im Abwasser vernichten Fischpopulation
Bereits kleine Mengen von Östrogen, die über das Abwasser in Flüsse gelangen, reichen aus, um ganze Fischpopulationen auszulöschen. Zu diesem Ergebnis kommt ein kanadisch-US-amerikanisches Forscherteam im Wissenschaftsmagazin Proceedings of the National Academy of Sciences PNAS. Forscher haben immer wieder darüber berichtet, dass Hormone im Abwasser, die in herkömmlichen Kläranlagen zum Teil nicht abgebaut werden, verheerende Schäden an der Umwelt anrichten können. ...
22.05.2007
Wenig Fortschritt bei UN-Klimaverhandlungen in Bonn
Die UN-Klimaverhandlungen in Bonn (7.-18.5.) brachten Fortschritte im Kleinen, traten jedoch bei den wirklich wichtigen Fragen auf der Stelle. "Diese Runde der UN-Klimaverhandlungen hat es in keiner Weise geschafft, die sich immer weiter öffnende Kluft zwischen Handlungsnotwendigkeit und Handlungstempo zu verkleinern", kommentiert Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch. ...
22.05.2007
Umweltbundesamt bietet Rund-Um-Information zum Thema Ozon
Das Umweltbundesamt (UBA) informiert im Internet umfassend über das Thema Ozon. Wie hoch sind die Ozonkonzentrationen in meiner Umgebung? Welche Belastung ist zu erwarten? Antwort auf diese Fragen gibt es im Internet unter der Adresse http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-daten/daten/aod.htm. ...
16.05.2007
Allergien und Schuppenflechte - alles eine Frage von Erbschäden?
Wer unter Allergien leidet, für den bestimmt die Krankheit einen Teil des Alltags. Viele Allergiker geben sich oft Mühe, ihre betroffenen Hautpartien zu verbergen. Kurze Kleidung an heißen Sommertagen ist für sie nicht selten tabu. ...
16.05.2007
Neue Ergebnisse der Kinder- und Jugendgesundheitsstudie
Zur großen Kinder- und Jugendgesundheitsstudie KiGGS des Robert Koch-Instituts ist die erste thematisch breit angelegte Veröffentlichung der Basisergebnisse soeben erschienen. Mehr als 40 Beiträge im Bundesgesundheitsblatt (Ausgabe Mai/Juni 2007) zeichnen auf gut 380 Seiten erstmals ein umfassendes Bild von der Gesundheit der Heranwachsenden aller Altersstufen und schließen lange bestehende Informationslücken. Für zielgerichtete Maßnahmen zur Verbesserung der Kinder- und Jugendgesundheit sind fundierte Informationen notwendig. ...
15.05.2007
Ballaststoffkonsum verringert Diabetesrisiko
Menschen, die ihren Körper ausreichend mit Ballaststoffen aus Vollkornprodukten versorgen, haben ein geringeres Risiko, an Typ-2-Diabetes (Altersdiabetes) zu erkranken als Menschen, die nur wenig von dieser Art Ballaststoffe verzehren. Die Aufnahme von Ballaststoffen aus Obst und Gemüse spielt dagegen keine Rolle für das Diabetes-Risiko. Dies sind die Ergebnisse einer neuen Untersuchung, die ein Forscherteam des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) jetzt veröffentlichte. ...
14.05.2007
Medizinische Strahlenbelastung lässt sich reduzieren
Ohne die Qualität der medizinischen Diagnose zu beeinflussen, lässt sich die Strahlenbelastung der Bevölkerung, die durch die diagnostische Anwendung ionisierender Strahlung entsteht, deutlich senken. Darauf wies Dr. Christoph Hoeschen, Leiter der Arbeitsgruppe Medizinphysik am GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit (Helmholtz-Gemeinschaft) anlässlich der Wissenschaftspressekonferenz in Bonn hin. Verbesserte Möglichkeiten der Informationsgewinnung und spezifische Methoden der Auswertung können dazu beitragen, die Strahlenexposition um einen Faktor 2 bis 5 zu senken. Das bedeutet nach heute gültigen Annahmen für die Bevölkerung ein insgesamt verringertes Krebsrisiko. ...
14.05.2007
Atomversuche: Veteranen leiden an genetischen Störungen
Wissenschaftler der Massey University haben an neuseeländischen Veteranen schwere gesundheitliche Schäden nach den britischen Wasserstoffbombentests von vor 50 Jahren festgestellt. Die ehemaligen Soldaten, die 1957 nahe dem Testgelände mit dem Schiff unterwegs waren, leiden an so genannten Translokationen, berichtet der New Zealand Herald. ...
11.05.2007
iPods gefährlich für Herzschrittmacher?
Apples iPods stellen eine potenzielle Gefahr für Herzschrittmacher dar. Zu diesem Schluss kommt eine erste Testreihe an rund 100 US-Patienten. In rund fünfzig Prozent der Fälle konnten elektrische Interferenzen mit dem implementierten Herzschrittmacher festgestellt werden, wenn der iPod einige Sekunden lang über den Brustkorb gehalten wurde. In Einzelfällen erzeugte der iPod auch bei einer Entfernung von 40 Zentimetern Störsignale, was zum fehlerhaften Auslesen der Herzsignale führte. ...
11.05.2007
Bio-Treibstoffe machen Lebensmittel teurer
Ein Bericht der UN Energy zum Thema Biotreibstoffe sorgt für Schlagzeilen. Die internationale Organisation warnt darin vor einer Verteuerung der Lebensmittel, wenn die Nachfrage nach biogenen Treibstoffen weiter ansteigt. Im Bericht wird auch darauf verwiesen, dass der Preis für Mais wegen der steigenden Nachfrage nach Biokraftstoffen innerhalb eines Jahres deutlich angestiegen ist. ...
11.05.2007
Auto-Klimaanlagen dürfen nicht länger das Klima belasten
Für das Jahr 2011 wurde das Ende des Klimakiller-Kühlmittels R134a in Autoklimaanlagen vereinbart. Nun fordern die Autobauer "mehr Zeit" und wollen gleichzeitig noch in diesem Sommer eine gemeinsame Strategie verabreden, welches Kühlmittel in Zukunft zum Einsatz kommen soll. Darauf hat die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH) hingewiesen und gleichzeitig die deutschen Hersteller aufgefordert, so rasch wie möglich auf Klimaanlagen mit dem Kältemittel R 744 (Kohlendioxid - CO2) umzusteigen. Die CO2-Technologie ist nach jahrelanger Entwicklungsarbeit vor allem in Deutschland serienreif und nach Überzeugung der DUH unter Umwelt-, Klimaschutz- und Gesundheitsaspekten anderen, im In- und Ausland diskutierten Konzepten weit überlegen. ...
10.05.2007
Zehn der dreißig schmutzigsten Kraftwerke in der EU stehen in Deutschland
Deutsche Kohlekraftwerke gehören nach wie vor zu den klimaschädlichsten Anlagen in Europa. Eine aktuelle Berechnung des Öko-Instituts im Auftrag des WWF zeigt, dass zehn der 30 schmutzigsten und ineffizientesten Kraftwerke in Deutschland stehen. Bei den zehn klimaschädlichsten Anlagen handelt es sich ausnahmslos um Braunkohlekraftwerke, davon stehen sechs auf deutschem Boden. Vier gehören zum Energiekonzern RWE: Niederaußem (Rang 3), Frimmersdorf (Rang 5), Weisweiler (Rang 6) und Neurath (Rang 7). Zwei weitere, Jänschwalde (Rang 4) und Boxberg (Rang 10), werden von Vattenfall betrieben. Negativ-Spitzenreiter in Europa ist das Kraftwerk Agios Dimitrios in Griechenland. Pro Kilowattstunde erzeugtem Strom bläst dieses Kraftwerk rund 1350 Gramm Kohlendioxid (CO2) in die Luft. ...
09.05.2007
Beobachtung der Umweltwirkungen des Genmais MON810 wird verbindlich vorgeschrieben
Saatgut der gentechnisch veraenderten Maissorte MON810 darf in Deutschland zukünftig nur dann zu kommerziellen Zwecken abgegeben werden, wenn dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) vom Inhaber der Inverkehrbringensgenehmigung, der Firma Monsanto, ein Plan zur Beobachtung der Umweltauswirkungen vorgelegt wird. Dies hat das BVL der Firma Monsanto, mitgeteilt. Bereits an Landwirte abgegebenes oder ausgesätes Saatgut ist nicht von dieser Regelung betroffen. Die Zulassung von MON 810 zum Anbau und zur Verwendung für Lebens- und Futtermittelzwecke ist davon nicht betroffen. ...
09.05.2007
Aktionsplan Ernährung muss um Umweltaspekte und ethische Ziele erweitert werden
Einer aktuellen Studie zufolge sind die Deutschen die dicksten EU-Bürger - wegen der gesundheitlichen Folgen ein ernst zunehmendes gesellschaftliches Problem. Das soll gelöst werden: Bundesverbraucherminister Horst Seehofer will dazu am 9.5. dem Bundeskabinett einen Aktionsplan Ernährung vorlegen und am 10.5. eine Regierungserklärung abzugeben. "Wir begrüßen die Absicht der Bundesregierung, das zentrale gesundheitliche Ernährungsproblem Übergewicht in Angriff zu nehmen. Allerdings muss Ernährung im Zusammenhang mit Gesundheits- und Umweltfragen betrachtet und ethische Fragen in den Blick genommen werden", sagt Dr. Ulrike Eberle, Expertin für nachhaltige Ernährung am Öko-Institut. ...
09.05.2007
Gesunde Ernährung und Bewegung - Schlüssel für mehr Lebensqualität
Bundesernährungsminister Seehofer und Bundesgesundheitsministerin Schmidt stellten gemeinsam ein Eckpunktepapier der Bundesregierung unter dem Titel "Gesunde Ernährung und mehr Bewegung - Schlüssel für mehr Lebensqualität" vor, das das Bundeskabinett heute beschlossen hat. Das Eckpunktepapier ist die Grundlage zur Erarbeitung eines nationalen Aktionsplans zur Prävention von Fehlernährung, Bewegungsmangel, Übergewicht und damit zusammenhängenden Krankheiten. ...
08.05.2007
Zöliakie wird häufig jahrelang nicht diagnostiziert
Menschen mit Zöliakie warten durchschnittlich 13 Jahre auf eine Diagnose. Zu diesem Ergebnis ist eine Umfrage von Coeliac UK gekommen. Diese Darmerkrankung wird durch eine Glutenunverträglichkeit verursacht und kann zu Knochenproblemen, Unfruchtbarkeit oder Darmkrebs führen. Laut Umfrage besuchte ein Teil der 800 Befragten den Arzt fast 30 Mal bis eine entsprechende Diagnose gestellt wurde. Eine Erkrankung kann an sich mittels eines einfachen und raschen Bluttests festgestellt werden. Die einzige Möglichkeit der Behandlung ist derzeit der lebenslange Verzicht auf Gluten. ...
08.05.2007
Preise verschleiern wahre Kosten des Verkehrs
Jeder einzelne kann durch die Wahl des richtigen Verkehrsmittels etwas für die Umwelt tun. Die Entscheidung dafür wird jedoch durch fehlende Kostenwahrheit erschwert. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie zu den Folgekosten des Verkehrs in Deutschland, die die Allianz pro Schiene heute vorgestellt hat. Rund 80,4 Milliarden Euro so genannter externer Kosten entstehen jährlich durch den Verkehr in Deutschland. Der Löwenanteil dieser Kosten entsteht durch Unfälle, Lärm, Luftverschmutzung und den Klimawandel. Diese Folgekosten gehen jedoch nicht zu Lasten der Verursacher, sondern werden über Steuern und Krankenkassenbeiträge weitergegeben sowie kommenden Generationen aufgebürdet. Auto- und Lkw-Fahrer wälzen auf diese Weise jährlich 77 Milliarden Euro auf die gesamte Bevölkerung ab. ...
08.05.2007
90 Prozent der US-Babies sitzen vor der Glotze
Rund 90 Prozent der Kinder unter zwei Jahren sowie 40 Prozent der Kleinkinder unter drei Monaten sehen regelmäßig fern, DVDs oder Videos an, wie eine aktuelle Untersuchung der University of Washington ergeben hat. "Wir können aus der Studie nicht schließen, ob das gut oder schlecht ist", so Frederick Zimmermann, dessen Studie im Fachmagazin "Archives of Pediatrics and Adolescent Medicine" erschien. Ältere Studien zeigen allerdings, dass zu viel Fernsehen zu Lernschwäche und Konzentrationsschwierigkeiten führen kann. ...
07.05.2007
Neurodermitis bei Kindern erfolgreich behandeln
Experten zufolge leiden mehr als drei Millionen Menschen in Deutschland unter Neurodermitis. Besonders häufig tritt die anlagebedingte Hauterkrankung bei Kindern auf: Bereits jedes zehnte Kind im Vorschulalter hat mit den schuppigen, juckenden Hautstellen zu kämpfen. "Etwa 80 Prozent der erkrankten Kinder haben es mit einer leichten Neurodermitis zu tun", erklärt Prof. Dr. Dietrich Abeck, niedergelassener Dermatologe aus München. "Wer in diesem Fall die vom Dermatologen empfohlene Hautpflege regelmäßig anwendet, kann die Krankheit erfolgreich besiegen." ...
07.05.2007
Wie wollen wir uns in Zukunft ernähren?
Wie kann ich mich gesund und ökologisch ernähren? Welchen Nutzen habe ich von Lebensmitteln aus der Region - und was hat die Region davon? Sechs Forschungsprojekte haben sich im Rahmen der Sozial-ökologischen Forschung (SÖF) seit einigen Jahren mit diesen Fragen befasst und herausgearbeitet, wie Landwirtschaft, Lebensmittel und Ernährung nachhaltig gestaltet werden können. Wichtige Elemente einer nachhaltigen Ernährung sind: umweltfreundliche Landwirtschaft, fairer Umgang zwischen Erzeugern und Handelspartnern, transparente Lebensmittelketten, angemessene Preise für Hersteller und Verbraucher, gesunde Ernährung, vielfältige Esskultur. ...
06.05.2007
Reclaim the Climate: Für ein Klima der Gerechtigkeit!
Anlässlich des McPlanet.com Kongresses 2007 Klima der Gerechtigkeit - organisiert von attac, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Evangelischer Entwicklungsdienst, Greenpeace und der Heinrich Böll Stiftung vom 4.-6. Mai 2007 in Berlin - wurde eine Erklärung Für ein Klima der Gerechtigkeit veröffentlicht. ...
06.05.2007
McPlanet.com fordert Klima der Gerechtigkeit
Mit scharfer Kritik an der Klimapolitik der Bundesregierung und der Ankündigung, am 2.6.07 in Rostock im Rahmen der G8-Proteste für ein "Klima der Gerechtigkeit" auf die Straße zu gehen, ist am heutigen Sonntag der dreitägige Kongress McPlanet.com an der TU Berlin zu Ende gegangen. Mehr als 2000 Menschen aus Umweltbewegung und globalisierungskritischer Bewegung, Politik, Wissenschaft und Kirche waren der Einladung zum Kongress gefolgt, der von Attac, BUND, EED, Greenpeace und der Heinrich-Böll-Stiftung, in Kooperation mit dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie veranstaltet wurde. ...
04.05.2007
Weltklimarat warnt vor hohen CO2-Emissionen im Verkehr
Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) hat anlässlich der heutigen Veröffentlichung des dritten UN-Weltklimaberichts von der Bundesregierung ein Maßnahmenpaket für mehr Klimaschutz im Verkehr gefordert. Nach Angaben des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) hat der weltweite Ausstoß von Treibhausgasen aus dem Verkehr seit 1970 um 120 Prozent zugenommen - und damit fast doppelt so stark wie die Emissionen aus der Industrie. Laut IPCC-Bericht gefährdet das hohe Wachstum des Verkehrs den Effekt notwendiger Klimaschutzmaßnahmen in diesem Bereich. ...
04.05.2007
EU-Meereskonferenz: Jahrmarkt der Plünderer
Der WWF übt harsche Kritik an der dreitägigen EU-Meereskonferenz, die heute in Bremen zu Ende geht. WWF-Meeresexperte Stephan Lutter erklärte: "Es geht um nicht weniger als die Bewahrung der biologischen Vielfalt in den Ozeanen und die Lebensgrundlage für Milliarden Menschen. Doch große Teile von Politik und Industrie setzen weiter auf die unverantwortliche Ausbeutung der Ozeane. Die Konferenz entsprach eher einem Jahrmarkt der Plünderer als einem ernsthaften Versuch, einen Rettungsplan für Meere und Küsten auf den Weg zu bringen. In Bremen wurde keine gemeinsame Vision zum Schutz der Ozeane sichtbar." ...
04.05.2007
Neues Wasch- und Reinigungsmittelgesetz: bessere Information und mehr Umweltschutz
Bessere Information für die Bürgerinnen und Bürger sowie mehr Umweltschutz - das bringt das neue Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG), das am 5.5.2007 in Kraft tritt. Allein private Haushalte in Deutschland verbrauchten im Jahr 2006 rund 1,3 Millionen Tonnen Wasch- und Reinigungsmittel. Diese große Menge belastet die Gewässer. Zudem können Wasch- und Reinigungsmittel bei empfindlichen Menschen Allergien auslösen. Selbstverpflichtungen und innovative Produkte der Wirtschaft führten in den letzten Jahren zu spürbaren Fortschritten. Das neue Gesetz bringt für den Umwelt- und Verbraucherschutz wichtige Verbesserungen. ...
04.05.2007
Massiver Klimawandel zu geringen Kosten noch vermeidbar
Die massivsten Auswirkungen des Klimawandels können noch vermieden werden. Dabei ist wirksamer Klimaschutz durch eine weltweite Verringerung der Treibhausgas-Emissionen bezahlbar und volkswirtschaftlich vernünftig. Die hierzu einschlägige Studie, auf die sich der IPCC stützt, wurde wissenschaftlich durch das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) durchgeführt. Laut UN-Bericht sind Energieeffizienz, erneuerbare Energieträger sowie die Abscheidung und Einlagerung von Kohlenstoff entscheidend. Die Kernenergie spielt eine geringere Rolle. ...
04.05.2007
Krebsrisiken und Wege zur Prävention
Bis zu 50 Prozent der Krebstodesfälle in Deutschland wären vermeidbar - bei Rauchern sogar bis zu 75 Prozent. Doch viele Risiken werden nicht angemessen wahrgenommen und Möglichkeiten der Prävention oft nicht genutzt. Das zeigen die Ergebnisse der Tagung "Umwelt, Gene, Infektionen - Krebsrisiken und Wege der Prävention" des FLUGS- Fachinformationsdienstes vom GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit, die am 3.5.07 in Würzburg stattfand. Die Forschung eröffnet neue Ansätze der Prävention und Therapie. Auf der Tagung sprachen international renommierte Wissenschaftler vor rund 80 Ärzten und Fachleuten aus Umwelt- und Gesundheitsbehörden. ...
04.05.2007
Bessere Ökobilanzen sprechen für Biotreibstoffe
Unter Einhaltung bestimmter Bedingungen ist die Ökobilanz von Biotreibstoffen im Vergleich zu fossilen Brennstoffen deutlich besser. Zu diesem Schluss kommt Gerfried Cebrat von der Forschungsgesellschaft Mobilität im pressetext-Interview. Allein schon die Verringerung des CO2-Ausstoßes spreche demnach deutlich für lokal hergestellte Treibstoffe. ...
03.05.2007
Environmental Impacts of European Tourist Transport
Umweltbelastungen durch den Europäischen Tourismus
Tourism constitutes between 15 % and 20 % of all kilometres travelled by passengers in Europe. In 2000, the total number of tourism journeys by EU25 citizens was 875 million journeys of which 61% were domestic, 29 % inside the EU, 4% to European countries outside the EU and 6% to other continents. The development of long distance air travel markets, European enlargement and the realisation of EU transport infrastructure suggest that the demand for tourism transport will continue to grow considerably in Europe. It is therefore necessary to better understand EU citizens’ habits, travel destinations and associated impacts in order to set up efficient policies. ...
02.05.2007
Zöliakie hat viele Gesichter
Hochrechnungen zu Folge leiden in der EU 2,5 Millionen Menschen, davon allein 400.00 in Deutschland, an Zöliakie, der damit häufigsten Lebensmittelunverträglichkeit. Die Krankheit ist in weiten Teilen der Gesellschaft unbekannt. Auch bei Ärzten, Medien und im Bekanntenkreis stößt der Begriff Zöliakie häufig auf Unkenntnis. ...
13.04.2007
Was die Deutschen essen - Lebensmittelverzehr in Deutschland
Deutsche Haushalte gaben im Jahr 2003 durchschnittlich 272 Euro für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren aus. Doch was essen wir wirklich und was ist es uns wert? Das Statistische Bundesamt klärt auf: Kartoffeln sind "out", Gemüse ist "in". ...
12.04.2007
Dem Zappelphilipp auf der Spur
Wissenschaftler des Nationalen Genomforschungsnetzes haben drei genetische Varianten identifiziert, die an der Entwicklung der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS), auch Zappelphilippsyndrom genannt, beteiligt sind. ...
12.04.2007
Männliche Pflanzen mit weniger Risiko genmanipulierbar, Nutzen transgener Gewächse für mitteleuropäische Flora umstritten
Das Risiko der Auskreuzung genmanipulierten Pflanzenerbguts lässt sich minimieren, wenn sich die Veränderungen auf bestimmte Zellteile beschränken. Das haben Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Molekulare Pflanzenphysiologie in einer Studie an Tabakpflanzen nachweisen können. Die Angst vor transgenen Pflanzen in der Nahrungskette sei wissenschaftlich zwar nicht begründbar, gleichzeitig stelle sich aber auch die Frage, ob genetisch veränderte Pflanzen in unseren Breitengraden notwendig seien, meint hierzu Marcus Koch, Direktor des Instituts für Pflanzenwissenschaften der Universität Heidelberg. ...
11.04.2007
Biomasse kein Klima-Allheilmittel
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat vor überhöhten Erwartungen an den Anbau von Energiepflanzen gewarnt. Ihr Potential werde oft überschätzt. Trotzdem sei Energie aus Biomasse ein wichtiger Pfeiler der Energiewende, da sie im Gegensatz zu anderen erneuerbaren Energien problemlos speicherfähig sei. Damit sei sie eine optimale Ergänzung zur Wind- und Sonnenenergie, obwohl sie im Unterschied zu diesen nicht unendlich verfügbar sei. ...
11.04.2007
Klimawandel verschärft die Unterschiede zwischen Nord- und Südeuropa massiv
Vor einer Verschärfung der Unterschiede zwischen Nord- und Südeuropa warnt der Mitautor des UN-Klimaberichts zu den Folgen des Klimawandels, Prof. Dr. Joseph Alcamo, Direktor des "Center for Environmental Systems Research" von der Universität Kassel. "Die Anzeichen des Klimawandels sind auch in Europa mittlerweile deutlich sichtbar", so Prof. Alcamo. Der Weltklima-Rat hat am 6. April in Brüssel den zweiten Teil des UN-Klimaberichts vorgestellt, der die drohenden Folgen der Erderwärmung in verschiedenen Weltregionen darstellt. ...
10.04.2007
EEA-Report beziffert riesige Subventionen für Verkehrssektor
EEA-Report: Size, structure and distribution of transport subsidies in Europe
Die Europäische Umweltagentur (EEA) hat die Höhe der jährlichen Subventionen für den europäischen Verkehrssektor beziffert. Werden direkte Transferzahlungen und Steuerentlastungen zugrunde gelegt, betragen die jährlichen Beihilfen zwischen 270 und 290 Milliarden Euro. Mit 125 Milliarden Euro geht ein Großteil davon an den Straßenverkehr, vornehmlich als Infrastrukturbeihilfe. Die Schiene erhält jährlich etwa 73 Milliarden für die Infrastruktur und die Bezuschussung der Fahrpreise. Zwischen 27 und 35 Milliarden Euro fließen in den Flugverkehr, größtenteils als Steuervergünstigung, etwa für Treibstoff. Am geringsten bezuschusst wird der Schiffsverkehr mit 14 bis 30 Milliarden. ...
10.04.2007
Climate Change: The Impact on Children
Der Einfluss des Klimawandels auf die Kinder
The consequences of climate change mean that the lives of up to 175 million children a year will be endangered by floods, drought, earthquakes and tsunamis over the next decade - a potential increase of 40 per cent on the previous decade. ...
10.04.2007
Neue Erkenntnisse in Asthma-Forschung
Menschen mit Asthma haben mit wiederkehrenden Schüben ihrer Erkrankung zu tun. Phasen des akuten Auftretens der Krankheit wechseln mit Zeiträumen, in denen die Betroffenen völlig beschwerdefrei leben können. Dr. Lommatzsch, angehender Lungenfacharzt an der Abteilung für Pneumologie des Universitätsklinikums Rostock, fand jetzt mit seiner Forschergruppe heraus, dass selbst in Phasen, in denen die Patienten ohne Beschwerden atmen, schwere Entzündungen der Atemwege nachzuweisen sind. Eine Erkenntnis, die schwerwiegende Folgen für die Behandlung von Asthma-Erkrankungen haben wird. Denn um weit reichenden Schäden vorzubeugen, müsse die Therapie intensiviert und verlängert werden. ...
06.04.2007
Umweltbundesamt: Klimawandel jetzt einplanen
Wir müssen den Klimawandel in unseren Planungen stärker berücksichtigen. Das gilt vor allem für langfristige Investitionen in die Infrastruktur. "Im Küstenschutz haben wir es vorgemacht, nun müssen andere Bereiche folgen, wie Raum- und Stadtplanung, Gesundheitswesen, Naturschutz und Finanzwirtschaft", so kommentierte Prof. Dr. Andreas Troge, Präsident des Umweltbundesamtes (UBA) in Dessau den heute veröffentlichten zweiten Teil des UN-Klimaberichts. ...
05.04.2007
Studie zum Stillverhalten: Mehr Muttermilch für deutsche Babys
Gut 90 Prozent aller schwangeren Frauen in Deutschland haben die feste Absicht, ihr Kind zu stillen. Sie wissen genau, dass es für Neugeborene keine bessere Ernährung in den ersten sechs bis neun Monaten gibt als Muttermilch. Doch kaum ist das Baby auf der Welt, beginnen die Probleme: zu wenig Milch, wunde Brustwarzen, Saugschwierigkeiten des Kindes. Unter anderem diese Gründe werden von einer Mehrheit der Mütter angegeben, die nach wenigen Tagen oder auch erst nach einigen Wochen abstillen. ...
05.04.2007
Weltgesundheitstag 2007: Den Impfschutz wichtig nehmen
Der Weltgesundheitstag in diesem Jahr (am 7. April) steht in Deutschland unter dem Motto "Gesund bleiben - sich vor Infektionskrankheiten schützen". Dazu erklärt der Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit, Dr. Klaus Theo Schröder: "Der wirksamste Schutz vor Infektionen ist vor allem eine gute Prävention. Dem Impfschutz kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Deshalb appelliere ich an die Eltern, den Impfschutz ihrer Kinder wichtig zu nehmen und an die notwendigen Auffrischungsimpfungen zu denken." ...
05.04.2007
Bald Schutzimpfung für Allergien möglich?
Eine neue Generation von Schutzimpfstoffen soll Allergien in nicht allzu ferner Zukunft den Garaus bereiten, bevor diese überhaupt auftreten. "Angesichts rund 30 Prozent Betroffener und weiterhin steigender Fälle kann man durchaus von einer Epidemie sprechen", meint Grundlagenforscher Josef Thalhamer, Professor an der Universität Salzburg. Während derzeit ausschließlich Patienten behandelt würden, die bereits an einer Allergie leiden, wolle man mithilfe von genetischen Vakzinen der nächsten Generation Organismen von vornherein gegen die fehlerhafte Immunreaktion resistent machen. Thalhammer rechnet damit, dass bereits in zehn bis fünfzehn Jahren mit einem derartigen Schutzimpfungsangebot zu rechnen sei. ...
05.04.2007
Zweiter UN-Klimabericht bestätigt alarmierende Verluste in Flora und Fauna
Angesichts der Präsentation des zweiten Teils des UN-Klimareports hat der NABU Politik und Wirtschaft davor gewarnt, nach dem weltweiten Klimawandel das galoppierende Artensterben zu verschlafen. Die 400 Experten des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) wollen an diesem Freitag den zweiten Teil ihrer Klimastudie in Brüssel vorstellen. Daraus geht hervor, dass bei einem ungebremsten Klimawandel mindestens ein Fünftel der Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht ist. ...
05.04.2007
West-Nil-Virus-Erkrankungen durch Klimawandel?
Die in seltenen Fällen tödlich verlaufende West-Nil-Virus-Infektion wird im Zusammenhang mit dem Klimawandel als mögliche neue Infektionskrankheit diskutiert. Das Virus war in der Vergangenheit vereinzelt in Südeuropa aufgetreten und hat sich in den USA seit 1999 rasant verbreitet. Wissenschaftler befürchteten daher, dass der Erreger unerkannt bereits auch Deutschland erreicht haben könnte. ...
04./05.04.2007
Kinderrechte ins Grundgesetz
Vor 15 Jahren wurde die UN-Kinderrechtskonvention auch für Deutschland von der damaligen Bundesregierung ratifiziert. Um im Sinne von Art.4 der UN-Kinderrechtskonvention die Kinderrechte zu verwirklichen, fordert das Deutsche Kinderhilfswerk den Bundestag und die Bundesregierung auf, zügig für die Aufnahme von Kinderrechten ins Grundgesetz zu sorgen. Damit soll die Verpflichtung des Staates zum Schutz der Kinder in Deutschland noch konkreter und deutlicher zum Ausdruck kommen. Der Staat muss stärker in die Pflicht genommen werden, wenn es um kindgerechte Lebensverhältnisse und Chancengleichheit für alle Kinder in Deutschland geht. ...
04.04.2007
Forschung zum Öko-Landbau entwickelt sich stürmisch
Die Forschung im Ökologischen Landbau hat sich in den letzten Jahren prächtig entwickelt. Ein Indikator dafür ist die Wissenschaftstagung Ökologischer Landbau, die vom 20.-23.3.2007 an der Universität Stuttgart-Hohenheim zum neunten Mal durchgeführt wurde. Ergebnisse aus rund 130 wissenschaftlichen Projekten wurden in Vorträgen präsentiert,. zusammen mit Postern, Arbeitsgruppensitzungen und Workshop gab es mehr als 270 inhaltliche Beiträge. Seit der zweiten Ökolandbau-Tagung 1993 hat sich die Zahl der Teilnehmer von etwa 80 auf rund 600 bei der diesjährigen 9. Wissenschaftstagung vervielfacht. Generalthemen wie "Naturgemäße Milchviehaufzucht", oder "Insektenregulierung im ökologischen Landbau", wie sie damals noch auf der Tagesordnung standen, wurden inzwischen durch einen differenzierten Blick auf die einzelnen Anbau- und Tierhaltungsfragen abgelöst. ...
03.04.2007
Bundesverwaltungsgericht entscheidet für den Ausbau von Schacht Konrad zum Endlager
Zum heutigen Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig, die Nichtzulassungsbeschwerden der Stadt Salzgitter, der Gemeinden Lengede und Vechelde sowie eines Privaten abzuweisen, erklärt Bundesumweltminister Sigmar Gabriel: "Mit der heutigen Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts geht der Verwaltungsrechtsstreit um das Endlager Schacht Konrad zu Ende. Das Urteil ist rechtskräftig. Alle Einsprüche gegen den Planfeststellungsbeschluss sind endgültig abgewiesen. Damit ist der Bund atomgesetzlich verpflichtet, die Umrüstung von Schacht Konrad zum Endlager vorzubereiten." ...
02.04.2007
Migrantenkinder verunglücken häufiger
"Ausländische Jungen sind doppelt so häufig in Unfälle verwickelt, wie ihre deutschen Altersgenossen." berichtet Martina Abel, Geschäftsführerin der BAG Mehr Sicherheit für Kinder. "In Deutschland gibt es mehr als 650 Maßnahmen zur Verhütung von Kinderunfällen. Kaum eine davon erreicht jedoch direkt die Risikogruppe der Migrantenkinder. Es ist höchste Zeit, hier etwas zu tun." ...
30.03.2007
Kohlendioxidausstoß 2006 leicht gestiegen
Der Gesamtausstoß des Klimagases Kohlendioxid (CO2) ist in Deutschland im Jahr 2006 gegenüber 2005 um 0,6 Prozent gestiegen. Insgesamt lag der CO2-Ausstoß in 2006 bei 878 Millionen Tonnen. Das sind 5,1 Millionen Tonnen C02 mehr als im Vorjahr. Ein Grund ist das im Jahr 2006 um 2,5 Prozent erhöhte Wirtschaftswachstum. ...
30.03.2007
Auswirkungen des Klimawandels in Deutschlands Ökosystemen sind nicht mehr zu übersehen
Der Klimawandel führt zu deutlichen Konsequenzen in der Landnutzung. Das geht aus aktuellen Forschungsergebnissen hervor, die das Deutsche Netzwerk für ökologische Langzeitforschung (LTER-D) auf seiner Jahrestagung in bayerischen Sankt Oswald vorgestellt hat. Die Experten beschäftigen sich vor allem mit den Langzeitfolgen von klimabedingten Veränderungen in den Ökosystemen. ...
29.03.2007
Physiker sagen: Klimaziele kaum erreichbar
Eine massiv verstärkte Reduzierung des Klimagas-Ausstoßes in Deutschland, wie von der Bundesregierung geplant, ist aus Sicht der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) kaum zu schaffen. "Aus dem Blickwinkel von uns Physikern sind die vollmundigen Versprechen der Politiker nicht nachvollziehbar", so Professor Walter Blum, Sprecher des Arbeitskreises "Energie", auf der derzeit an der Universität Regensburg stattfindenden Jahrestagung der Gesellschaft, des europaweit größten Physiker-Kongresses. ...
28.03.2007
Jeder dritte Arzt unterschätzt die Strahlenbelastung im CT
Die schnellen schönen Bilder aus dem Computertomographen sind verlockend - die 100- bis 1000-fache Strahlendosis einer normalen Röntgenaufnahme ist die Kehrseite, die kaum ein Arzt kennt: 72 Prozent aller in einer Studie des Instituts für Radiologie der Ruhr-Universität in den BG Kliniken Bergmannsheil befragten Klinik-Ärzte (Nicht-Radiologen) unterschätzten die Strahlendosis der CT im Vergleich zur konventionellen Röntgenaufnahme. Der unkritische Einsatz des Verfahrens ist die Folge. ...
28.03.2007
Kinder besser vor Brandunfällen schützen
Am Freitag, den 30.3.2007, stehen in der Plenarsitzung des Bundesrates "Kindersichere Feuerzeuge" auf der Tagesordnung. Im Oktober 2006 hatte der Bundesrat die neue Feuerzeugverordnung, die eine von der EU-Kommission verabschiedete Regelung zum Schutz der Kinder vor Bränden in deutsches Recht umsetzen sollte, abgelehnt. Die EU-Regelung schreibt vor, dass alle Feuerzeuge mit einer Kindersicherung ausgestattet und alle Feuerzeuge mit Spielzeugcharakter verboten werden. ...
26.03.2007
Globaler Aufruf gegen Patente auf Saatgut und Nutztiere
Ein weltweites Verbot von Patenten auf Saatgut und Tiere fordert heute ein neues Bündnis aus Bauernverbänden sowie Umwelt- und Entwicklungshilfeorganisationen. Landwirte geraten in zunehmende Abhängigkeit von Konzernen, die Patente auf Saatgut und Nutztiere besitzen. Das Europäische Patentamt (EPA) hat bereits hunderte Patente auf gentechnisch veränderte und herkömmliche Pflanzen erteilt. ...
26.03.2007
Flammschutzmittel DecaBDE hat in Elektro- und Elektronikgeräten nichts zu suchen
Die Europäische Union wollte ursprünglich ab Juli 2006 die Verwendung des Flammschutzmittels Decabromdiphenylether (DecaBDE) in Elektro- und Elektronikgeräten - wie Computer oder Fernseher - verbieten. Zu Recht, meint das UBA. Denn DecaBDE ist schwer abbaubar und reichert sich in Lebewesen an. Rückstände fanden sich bereits in menschlicher Muttermilch sowie in zahlreichen Tierarten. Doch aus dem geplanten Verwendungsverbot wurde nichts: Die Europäische Kommission hob die Regelung gegen den Willen des Europäischen Parlaments im Herbst 2005 auf - also noch bevor sie überhaupt in Kraft treten konnte. ...
23.03.2007
Drogenbeauftragte Bätzing: Riskantes Trinken wird zu wenig wahrgenommen
Vom 14.-18.6.2007 findet in Deutschland bundesweit eine Aktionswoche "Alkohol - Verantwortung setzt die Grenze" statt. Ziel der Aktionswoche ist, auf bundesweiten Veranstaltungen ein größeres Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Alkoholkonsum zu fördern und die Aufmerksamkeit auch auf die eigenen Trinkgewohnheiten zu lenken. Durchgeführt wird die Aktionswoche von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) e.V. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing, ist die Schirmherrin der Veranstaltung. ...
20.03.2007
Industrie lehnt Abschaffung von Stand-by ab
Der Branchenverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) hat sich gegen den Vorschlag für ein Stand-by-Verbot in Elektrogeräten ausgesprochen. Im Rahmen der Debatte um Energieeffizienz preschte Renate Künast, Bundestagsfraktionsvorsitzende der Grünen, mit der Forderung nach Abschaffung von Stand-by-Schaltern vor. Philipp Karch, BITKOM-Umweltexperte, nannte den Vorschlag laut Medienberichten "einen Schnellschuss" und "praxisfern". Er vernachlässige die Wünsche der Verbraucher, so Karch. ...
20.03.2007
Alkohol bei Kindern und Jugendlichen
Im Rahmen einer Befragung der Deutschen Sporthochschule Köln und der AOK Rheinland/Hamburg (Regionaldirektion Köln) wurden unter Leitung von Frau PD Dr. med. Dr. Sportwiss. Christine Graf mehr als 1.000 Kinder und Jugendliche der 5. bis 10. Klassen hinsichtlich ihres Gesundheitsverhaltens befragt. ...
20.03.2007
Gesundheit von Kneipenmitarbeitern in Irland deutlich verbessert nach Einführung der rauchfreien Gastronomie
Irische Kneipenmitarbeiter arbeiten seit März 2004 in rauchfreien Gastronomiebetrieben. Die unmittelbar positiven Auswirkungen auf ihre Atemwege konnten in einer Studie irischer Wissenschaftler nachgewiesen werden, deren Ergebnisse vom Deutschen Krebsforschungszentrum veröffentlicht wurden. Gleichzeitig wurde neue Umfrageergebnisse zur rauchfreien Gastronomie bekannt gegeben. ...
20.03.2007
Feinstaub: Bundesverwaltungsgericht entscheidet höchstrichterlich über "Recht auf saubere Luft"
Die Chancen wachsen, dass Bürgerinnen und Bürger in mit lebensbedrohendem Feinstaub belasteten Wohnquartieren konkrete Gegenmaßnahmen vor Gericht durchsetzen können. In zwei Verhandlungen befasst sich das Bundesverwaltungsgericht Leipzig (BVerwG) letztinstanzlich mit der Klage eines von der Deutschen Umwelthilfe e.V. (DUH) unterstützten Münchner Bürgers gegen den Freistaat einerseits und die Stadt München andererseits ....
16.03.2007
VCD fordert internationale Kerosinsteuer
Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) hat die derzeit in Potsdam tagenden Umweltminister der G-8-Staaten aufgefordert, die Einführung einer internationalen Kerosinsteuer als eine konkrete Maßnahme für mehr Klimaschutz voranzutreiben. Die CO2-Emissionen aus dem Flugverkehr seien seit 1990 weltweit um über 80 Prozent angestiegen. Nach Angaben des Weltklimarats IPCC trage der Luftverkehr heute mit 3,5 Prozent zur globalen Erwärmung bei, bis 2050 werde sich dieser Anteil auf bis zu 15 Prozent erhöhen. Trotzdem gäbe es international noch immer keinerlei Bemühungen, diese klimaschädliche Entwicklung einzudämmen, kritisierte der VCD. ...
15.03.2007
Klimawandel fördert Zecken
Auf Einladung des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) in Kooperation mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena treffen sich Wissenschaftler aus aller Welt vom 15.-17.3.2007 in Jena zum IX. Internationalen Symposium zu Zecken-übertragbaren Krankheiten. Ein wesentlicher Schwerpunkt der Tagung ist der Einfluss der Klimaveränderungen auf die Verbreitung und Häufigkeit der durch Zecken übertragenen Krankheitserreger. Im Vordergrund stehen dabei die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), ausgelöst durch einen Virus, und die Bakterienkrankheit Lyme-Borreliose. ...
13.03.2007
Seehofer stellt Aktionsplan gegen Allergien vor
Weit geöffnete Fenster, lange Spaziergänge im Park - die meisten Menschen freuen sich nach er kalten Jahreszeit auf den Frühling. Doch mit dem Monat März beginnt gleichzeitig die Pollenflugsaison, in der rund 13 Millionen Deutsche unter Heuschnupfen leiden. Insgesamt 40 Prozent der Bevölkerung tragen eine Anfälligkeit gegenüber Allergien in sich und ihre Zahl nimmt seit Jahren drastisch zu. Mit dem heute in Berlin vorgestellten Aktionsplan gegen Allergien möchte Horst Seehofer, Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ein Zeichen setzen. ...
13.03.2007
Dicke Kinder in Mönchengladbach
Schuleingangsuntersuchungen beweisen es: Kinder in Nordrhein-Westfalen werden immer dicker. Eine Untersuchung des Landesinstitut für öffentlichen Gesundheitsdienst (LÖGD) hat ergeben, dass 10 Prozent der Schüler allein in Mönchengladbach zu dick sind. Übergewicht korreliert mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-, Stoffwechselkrankheiten und Krebserkrankungen. ...
13.03.2007
Internationale Initiative gegen die Gesundheitsrisiken von Radon
Weltgesundheitsorganisation (WHO), Bundesumweltministerium (BMU) und Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) setzen sich für einen besseren Schutz gegen die schädlichen Auswirkungen des radioaktiven Edelgases Radon in Wohnungen ein. Vom 13. bis zum 15. März 2007 nehmen mehr als 60 anerkannte Experten aus über 30 Nationen am dritten Arbeitstreffen des "Internationalen Radon Projekts" der WHO beim BfS in München teil. Sie beurteilen die weltweit beobachteten Gesundheitsauswirkungen von Radon in Wohnungen und entwickeln effektive Strategien zur Senkung des Gesundheitsrisikos durch Radon. ...
13.03.2007
Gen-Mais: Ratten zeigen Schäden an Leber und Nieren
Eine heute veröffentlichte Studie unabhängiger französischer Wissenschaftler belegt das potentielle Gesundheitsrisiko von gentechnisch verändertem Mais. Der seit Januar 2006 für den Import in die Europäische Union als Lebens- und Futtermittel zugelassene Gen-Mais MON863 des Herstellers Monsanto produziert ein Insektengift gegen Schädlinge. Im MON863-Fütterungsversuch mit Ratten wiesen die Tiere Vergiftungssymptome und Schädigungen von Leber und Nieren auf. ...
12.03.2007
Allergien und Haustierhaltung
Es gibt eine Reihe von Argumenten, Kindern und Erwachsenen mit Haustierallergien bei bestehendem Asthma anzuraten, den Kontakt mit Haustieren zu vermeiden. Für einen vorsorglichen Verzicht auf Haustiere zur Vermeidung von Allergien besteht jedoch keine Veranlassung. Ebenso wenig ist es sinnvoll, durch das Leben mit Haustieren einen Schutz vor Allergien erreichen zu wollen. ...
12.03.2007
Riesen-Lkw leisten keinen Beitrag zur nachhaltigen Verkehrsentwicklung
Aus Sicht des Umweltbundesamtes (UBA) spricht wenig für längere und schwerere Lastkraftwagen - so genannte Riesen-Lkw - auf Deutschlands Straßen. Der Einsatz solcher, über 25 Meter langer und bis zu 60 Tonnen schwerer Fahrzeuge entlastet weder die Umwelt noch hilft er, Staus zu vermeiden. In einem neuen, sechsseitigen Hintergrundpapier beantwortet das UBA die wichtigsten Fragen zu den Umweltwirkungen überlanger Lastzüge. ...
09.03.2007
Mutagene Effekte von urbanen Luftschadstoffen
Mutagenic Effects of Urban Air Pollutants
Air pollution seriously damages human health and the environment. Respiratory problems, premature death and damage to ecosystems are some of the consequences that result from it. Fine particulate matters with a diameter of less than 2.5µm (PM2.5), in particular, have adverse effects on human health because these small size particles are able to go deep inside the alveolar regions of the lungs where blood exchange occurs. The major sources of this pollutant include fuel combustion from automobiles, power plants, wood burning, industrial processes and diesel powered vehicles. Scientists have largely demonstrated the health effects of PM2.5, such as decreased pulmonary function and cardiovascular disease. ...
09.03.2007
Rußpartikelfilter-Förderung kann rückwirkend zum 1. Januar 2006 starten
Mit dem heutigen Beschluss des Bundesrates ist der Weg für die steuerliche Förderung der Nachrüstung von Diesel-Pkw mit Rußpartikelfiltern frei. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel dankte allen, die sich für die Förderung eingesetzt haben, und empfahl den Autofahrern, schnell nachzurüsten. "Ein Partikelfilter ist gut für die Luftqualität in den Innenstädten und die Gesundheit von Jung und Alt. Die Nachrüstung entlastet auch den Geldbeutel - wer sofort handelt, spart am meisten", so Gabriel. ...
08.03.2007
Studie des Wuppertal-Instituts: Europa macht halbherzige Klimaschutzversprechungen
Zwanzig Prozent Kohlendioxidreduktion in der EU bis zum Jahr 2020 sind nicht ambitioniert, sondern eine Mogelpackung. Das ist ein Ergebnis einer von Greenpeace in Auftrag gegebenen Studie des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie. Die Forscher haben die Klimaschutzziele für Deutschland und Europa untersucht. Auf dem heute in Brüssel beginnenden Frühjahrsgipfel will sich die EU auf Klimaschutzziele festlegen. Der Ernst der Lage verlange ehrgeizige Klimaschutzziele, aber die hätten zur Zeit weder Bundeskanzlerin Angela Merkel noch die EU, so die Studie. ...
08.03.2007
Exposition zu Druckern erhöht Risiko an Sick-Building-Syndrom zu erkranken
Aktuelle Ergebnisse einer epidemiologischen Studie aus England bestätigen den Zusammenhang zwischen Emissionen aus Laserdruckgeräten und Sick-Building-Syndrom wie Reizungen der Atemwege, Augen und Haut sowie Kopfschmerzen. ...
08.03.2007
Immer mehr Medikamente gegen Hyperaktivität verschrieben
Der Einsatz von Medikamenten gegen Hyperaktivität bei Kindern steigt weltweit an. Wissenschaftler der University of California haben nachgewiesen, dass sich zwischen 1993 und 2003 die Verschreibungen von Medikamenten gegen Attention Deficit/Hyperactivity Disorder (ADHD), dazu gehört auch Ritalin, fast verdreifacht hat. Die weltweiten Ausgaben für diese Medikamente sind demnach um das Neunfache gestiegen. 83 Prozent dieser Ausgaben entfallen auf die Vereinigten Staaten. ...
07.03.2007
Bauern, Züchter, Umwelt- und Ärzteorganisationen klagen gegen die Freisetzung des gentechnisch veränderten Weizens in Gatersleben
Über 30.000 Einwende hat es im letzten Jahr gegen die Freisetzung des gentechnisch veränderten Weizens in Gatersleben gegeben. Trotzdem startete im Dezember letzten Jahres das umstrittene Gentechnik-Experiment. Ein breites Bündnis aus Bauern-, Züchter-, Umwelt- und Ärzteorganisationen unterstützt jetzt eine Klage des Vereins zur Erhaltung und Rekultivierung von Nutzpflanzen in Brandenburg (VERN e.V.) gegen den gentechnisch veränderten Weizen in Gatersleben. Die Rechtsanwältin Katrin Brockmann aus Berlin vertritt den VERN vor dem Verwaltungsgericht Köln gegen die Bundesrepublik Deutschland. ...
06.03.2007
Schimmelpilz: Ursache für Asthma-Erkrankungen bei Kindern
Feuchte und von Schimmelpilz befallene Wohnungen können bei Kindern Asthma verursachen. Das ist das Ergebnis einer Studie finnischer Wissenschaftler, die in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "European Respiratory Journal erschienen ist. Asthma ist unter Schulkindern eine der am meisten verbreiteten chronischen Krankheiten, die in den vergangenen Jahren in den Entwicklungsländern stark zugenommen haben. ...
03.03.2007
Bundesverkehrsministerium sieht Skepsis bei Gigalinern durch Untersuchungen bestätigt
Zu der heute vorgelegten Studie der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) zur Frage der sog. Gigaliner (mit 60 Tonnen Gesamtgewicht) sieht sich Bundesverkehrsminister Tiefensee in seiner Skepsis bestätigt. So fand die Studie der BASt heraus, dass mit massiven Schäden an der Verkehrsinfrastruktur gerechnet werden müsse, wohingegen eine weitere Studie einen deutlichen Ladungsrückgang der Schiene gegenüber der Strasse prognostizierte. ...
01.03.2007
Nur mit Plakette durch die Umweltzone
Neues Werkzeug im Kampf gegen Feinstaub und Stickstoffdioxid in den Städten
Am 1. März ist es soweit: Ab sofort gilt bundesweit die so genannte Kennzeichnungsverordnung für Kraftfahrzeuge. Städte und Gemeinden können auf dieser Basis Autos und Lastwagen je nach Schadstoffausstoß in vier Emissionsklassen einteilen und so für bessere Luft in ihren Innenstädten sorgen. Denn: Die neue Verordnung ist zentrale Voraussetzung für die so genannten Umweltzonen, die viele Städte im Kampf gegen den Feinstaub und andere Luftschadstoffe einrichten wollen. Besonders hoch emittierende Fahrzeuge wie - Dieselfahrzeuge nach EURO 1 ohne Partikelfilter und Otto-Pkw ohne Katalysator - werden nach der neuen Regelung keine Plakette erhalten; dürfen also nicht in die Umweltzone fahren. Andreas Troge, Präsident des Umweltbundesamtes (UBA), sagte: "Ich begrüße die lang erwartete Regelung zur Vergabe der Plaketten. Damit ist der Weg für sauberere Luft in unseren Innenstädten frei. Ich rechne bei konsequenter Umsetzung vor allem mit erheblich weniger Feinstaubbelastungen durch den Straßenverkehr." ...
28.02.2007
Peitinger Untersuchung: Mobilfunkstrahlung unter Verdacht
Endlich liegen die Ergebnisse der Peitinger Mobilfunkstudie vor, und die Ergebnisse bestätigen die Sorgen der besorgten Bürgerinnen und Bürger. Im Sommer 2005 hatten sich 126 Personen aus Peiting (Landkreis Weiheim-Schongau) bereit gefunden an dieser Untersuchung teilzunehmen. Bei allen Probanden wurde ein großes Blutbild erstellt, ein umfangreicher Fragebogen zu den Telefongewohnheiten und zur gesundheitlichen Situation erhoben und zusätzlich der Schlafplatz nach der jeweils vorliegenden Strahlenbelastung gemessen. ...
28.02.2007
Gentechnikpläne der Bundesregierung realitätsfern
Die heute von Agrarminister Horst Seehofer vorgestellten Eckpunkte des Kabinetts zum Gentechnikgesetz sind nach Ansicht des Bioland-Verbandes eine herbe Enttäuschung. "Das Eckpunktepapier liest sich wie ein Freibrief für großflächige gentechnische Verunreinigungen und ist vollkommen realitätsfern, da es zentrale Problemstellungen zum Schutz der gentechnikfreien Landwirtschaft und Lebensmittelerzeugung vollkommen ausblendet", so Thomas Dosch, Präsident von Bioland. Entsprechende Nachbesserungen müssen jetzt im Gesetzgebungsverfahren vorgenommen werden. ...
28.02.2007
Vitaminpräparate können Lebenserwartung verkürzen
Die Einnahme bestimmter Vitaminpräparate kann negative Auswirkungen auf die Lebenserwartung haben. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der Kobenhavns Universitet gekommen. Millionen Menschen weltweit nehmen regelmäßig antioxidante Nahrungsergänzungen wie Vitamin A und E oder Beta-Karotin ein. Die Überprüfung von Dutzenden Studien ergab, dass diese Präparate das Todesrisiko erhöhen und nicht senken. Vertreter der Herstellerfirmen erklärten laut BBC, dass die im Journal of the American Medical Association erschienene Studie höchst fehlerhaft sei. Ernährungswissenschafter sehen sich darin bestärkt, dass eine ausgewogene Ernährung sinnvoller sei, als sich auf Vitaminpräparate zu verlassen. ...
28.02.2007
Wärmster Winter seit Beginn der Wetter-Aufzeichnungen
Meteorologischer Winter endet am 28. Februar mit einem Rekord : Denn auf den Jahrhundertsommer 2003 folgt der Rekordwinter 2006/07: Fast 4,5 Grad Celsius zeigte das Thermometer - im Durchschnitt 3,0 Grad mehr als der langjährige Durchschnittswinter 1971-2000. Ähnlich warm war es nur in den Wintern 1915/16, 1989/90 und 1990/91 - da lag die Temperatur allerdings bei 3,8 Grad. Besorgniserregend: von den zehn wärmsten Wintern der jüngsten 130 Jahre fallen sieben in die vergangenen 20 Jahre. ...
27.02.2007
Feinstaubrisiko für Millionen: Toner aus Laserdruckern
Die dramatischen gesundheitlichen Risiken von Feinstäuben rücken immer mehr in das Bewusstsein der Öffentlichkeit. Am 1.3.2007 tritt in Deutschland die Verordnung für Feinstaub-Plaketten in Kraft. Sie gilt jedoch nur für Kraftfahrzeuge. Dabei belasten die ungefilterten Emissionen von Laserdruckern millionenfach unmittelbar die Atemluft von Menschen und zwar mit gefährlichen Feinstäuben, ultrafeinen Stäuben und Nanopartikeln. ...
27.02.2007
Badenweiler Erklärung: Strategien für gesundheitliche Prävention in Europa formuliert
(27.2.2007) Zum Abschluss der Konferenz "Gesundheitliche Prävention. Ernährung und Bewegung - Schlüssel für mehr Lebensqualität" haben heute Vertreterinnen und Vertreter aller 27 EU-Mitgliedstaaten, der Europäischen Kommission und der WHO das Ziel bekräftigt, die Prävention in Europa weiter zu stärken. ...
26.02.2007
Patent auf genmanipulierte Turbo-Milchkühe erteilt
Vor wachsenden Monopolen bei der Zucht von Nutztieren warnen Greenpeace und die Liga für Hirtenvölker mit einem neuen Report, der heute in der Arche Warder in Schleswig-Holstein vorgestellt wird, Europas größtem Park für bedrohte Haustierrassen. Aktueller Anlass ist ein Patent (EP 1330552), welches das Europäische Patentamt in München im Januar erstmals auf genmanipulierte Milchkühe erteilt hat. Greenpeace sieht die Gefahr, dass Agrar- und Biotechnologiefirmen die Tierzucht zunehmend mit Patenten kontrollieren und sich den Zugriff auf die Gene von Schweinen und Rindern sichern. Dies führt zu einem Verlust der Artenvielfalt und zur Entwicklung genmanipulierter Nutztierrassen. Zudem werden Landwirte so immer abhängiger von Konzernen. ...
26.02.2007
Freiwillige Selbstverpflichtung der Gastronomie zum Nichtraucherschutz gescheitert
Die freiwillige Selbstverpflichtung der Gastronomie zum Nichtraucherschutz in Gaststätten ist gescheitert. Dies ist das Ergebnis einer heute von der Drogenbeauftragten der Bundesregierung und dem Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) veröffentlichten Studie. Zielvorgabe mit dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) war, dass bis zum 1. März 2007 in 60 Prozent der Speisegaststätten mindestens 40 Prozent der Plätze für Nichtraucher ausgewiesen sind. Nach der repräsentativen Untersuchung bieten weniger als elf Prozent der Speisegaststätten ein nach Sitzplätzen ausreichendes, deutlich gekennzeichnetes Platzangebot für Nichtraucher. ...
23.02.2007
WHO/UNICEF-Initiative: "Deutschland auch nicht babyfreundlich"
Der neueste UNICEF-Bericht zur Situation der Kinder in Industriestaaten zeichnet ein ernüchterndes Bild von Kindern und Jugendlichen in Deutschland: Im Vergleich von 21 Industrieländern belegt Deutschland nur Rang elf. "Handlungsbedarf besteht bei uns jedoch nicht nur mit Blick auf ältere Kinder und Jugendliche. Auch für das frühe Kindesalter werden in Deutschland internationale Standards nicht erreicht", betonte Dr. Michael. ...
22.02.2007
Nächtlicher Fluglärm kann krank machen
Nächtlicher Fluglärm führt dazu, dass die Betroffenen häufiger den Arzt aufsuchen und die Ärzte diesen mehr Medikamente verschreiben. Dies ist das Ergebnis einer epidemiologischen Studie der Epi.Consult GmbH Bremen im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA). Im Umfeld eines deutschen Flughafens mit Nachtflugbetrieb analysierte das Unternehmen Daten von mehr als 800.000 Krankenversicherten - das sind mehr als 40 Prozent der Gesamtbevölkerung der betroffenen Region. ...
22.02.2007
Hohe Feinstaubbelastung in Raucherautos
Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen über Nichtraucherschutz einhergehend mit einem Rauchverbot in Autos hat das Labor für Umweltmesstechnik unter Leitung von Professor Dr. Konradin Weber am Fachbereich Maschinenbau- und Verfahrenstechnik der Fachhochschule Düsseldorf heute erste Untersuchungsergebnisse über die Partikel-Belastung durch Rauchen in fahrenden PKW vorgelegt. ...
22.02.2007
Ernährungstrends 2007 - Innovationen mit Zukunftsaussichten?
Der moderne Lebensstil unserer Geasellschaft ist geprägt von Zeitmangel und Leistungsdruck. Trotzdem wächst das Interesse an einer ausgewogenen, qualitativ hochwertigen Ernährungsweise stetig. Im Laufe der letzten Jahre entwickelten sich daraus diverse Trends und Innovationen. Hohe Anforderungen im Berufsleben, ständiger Leistungs- sowie Termindruck bestimmen den heutigen Tagesablauf. Gleichzeitig wächst die Bedeutung eines gesunden, fitnessorientierten Lebensstils stetig an. Der Singelanteil in der Gesellschaft ist in den letzten Jahren enorm gestiegen. Diese Entwicklungen spiegeln sich auch in unseren Ernährungstrends wieder. ...
21.02.2007
Grenzwerte für Tabakrauch wissenschaftlich unhaltbar
Tabakrauch ist ein komplexes Giftgemisch aus über 4800 Stoffen, von denen mehr als 70 Einzelsubstanzen Krebs erzeugen und das Erbgut schädigen können. In der neuesten Veröffentlichung des Deutschen Krebsforschungszentrums über die Unzulänglichkeit von Lüftungsanlagen wird der wissenschaftliche Konsens nationaler und internationaler Sachverständigengremien zusammengefasst. Danach besteht Einigkeit, dass Tabakrauch wegen seiner Vielzahl von Giften nicht wie andere Schadstoffe bewertet werden kann, die beispielsweise bei industriellen Prozessen entstehen. ...
21.02.2007
Bundesinstitut für Risikobewertung sieht keine spezifischen gesundheitlichen Probleme durch Toner-Emissionen
Am 24. Januar 2007 hatte der Auftragnehmer Prof. Dr. Volker Mersch-Sundermann vom Institut für Innenraum- und Umwelttoxikologie am Universitätsklinikum Gießen erste Ergebnisse einer Pilotstudie zur gesundheitlichen Auswirkung von Tonerstäuben am Arbeitsplatz vorgestellt (Bericht des BfR vom 25.1.2007). Es handelte sich um Raumluftmessdaten aus vier Bürogebäuden mit Kopier- und Druckerbetrieb. Nun präsentierte die Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Caroline Herr vom Institut für Hygiene und Umweltmedizin der Universität Gießen im BfR die Ergebnisse der medizinischen Untersuchungen. ...
20.02.2007
Geographisches InformationsSystem Gentechnisch Veränderter Organismen
Landwirtschaftliche Standorte von Gentechnisch Veränderten Organismen können mit einem neuartigen Geographischen Informationssystem (GIS-GVO) flächenscharf verortet werden. A. Seidel, N. Kuhn und P. Rückert werteten dazu das Standortregister des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit aus. Mit dem GIS-GVO ist es ebenfalls möglich, die potenziellen Kontaminationsbereiche von gentechnisch manipulierten landwirtschaftlichen Nutzpflanzen aufzuzeigen. Mit umfangreichem Karten- und Analysematerial werden die aktuelle Situation sowie die Entwicklungstrends der deutschen Gentechnik-Landwirtschaft von 2005 und 2007 veranschaulicht. ...
19.02.2007
Klimawandel: EU-Kommissar Dimas fordert Verhandlungen über weltweites Folgeabkommen zu Kyoto
Anlässlich des zweiten Jahrestags des Inkrafttretens des Kyoto-Protokolls forderte EU-Umweltkommissar Stavros Dimas die internationale Gemeinschaft auf, so bald wie möglich Verhandlungen über ein umfassendes Übereinkommen zum Klimawandel aufzunehmen, das an die Stelle des Kyoto-Protokolls tritt, wenn dieses 2012 ausläuft. Kommissar Dimas war jetzt in Washington, um mit hochrangigen US-Regierungsbeamten und Kongressmitgliedern über künftige Maßnahmen zum weltweiten Klimaschutz und andere Umweltfragen zu sprechen. Aus Anlass des Jahrestags des Kyoto-Protokolls hatte die Kommission im Rahmen ihrer Kampagne zur Sensibilisierung der Menschen für ihren eigenen Beitrag zum Klimaschutz europäische Meteorologen und Wetteransager zu einer Tagung nach Brüssel eingeladen. ...
16.02.2007
Klimawandel trifft die Allerschwächsten am stärksten
Der Klimawandel verstärkt die sozialen Ungleichheiten in Entwicklungsländern. Das ist das Ergebnis des Forschungsprojekts "Global Governance und Klimawandel" der Freien Universität Berlin. Demnach trifft die globale Erderwärmung Menschen, die bereits heute sozial und ökonomisch im Abseits stehen und deshalb auch keinen politischen Einfluss ausüben, besonders hart. "Die menschlichen Unsicherheiten werden in den Entwicklungsländern deshalb in Zukunft stark zunehmen", sagt Projektleiterin Kristina Dietz im Gespräch mit pressetext. ...
16.02.2007
Perfluorierte Verbindungen: falscher Alarm oder berechtigte Sorge?
Was hat es auf sich mit PFT? Ist Teflon® PFT? Darf ich meine Gore-tex® Jacke noch tragen? Sind die Rückstände im Trinkwasser und in Nahrungsmitteln - wie in Fischen oder Pommes frites - gefährlich für uns und unsere Kinder? Die Nachweise perfluorierter Verbindungen im menschlichen Blut und in Gewässern, besonders im Trinkwasser, erregen zunehmend Besorgnis in der Bevölkerung - nicht nur im nordrhein-westfälischen Sauerland. Dort wiesen Wissenschaftler der Universität Bonn im Sommer 2006 perfluorierte Verbindungen ausgerechnet in Gewässern nach, die der Trinkwasserversorgung dienen. Mit einem neuen Hintergrundpapier zu perfluorierten Verbindungen will das Umweltbundesamt (UBA) Klarheit in die Diskussion bringen und die aktuellen wissenschaftlichen Hintergründe vermitteln. Das Papier stellt die wichtigsten perfluorierten Verbindungen, ihre Verwendungen und Verbreitungspfade bis in unser Blut sowie die Risiken für Mensch und Umwelt dar. ...
15.02.2007
Bundesärztekammer fordert Rauchverbot an allen Arbeitsstätten
Die Regierung dürfe nicht auf halbem Wege stehen bleiben und ihre Verantwortung für einen umfassenden Gesundheitsschutz aller Beschäftigten an die Bundesländer delegieren. "Auch die eine Million Beschäftigten in der Gastronomie haben das Recht auf einen rauchfreien Arbeitsplatz. Deshalb fordern wir die Bundesregierung auf, die entsprechenden Ausnahmeregelungen in der Arbeitsstättenverordnung aufzuheben. Gerade im Interesse der Gastronomiebeschäftigten, die viel stärker als andere Arbeitnehmer den Schadstoffen des Tabakrauchs ausgesetzt sind, brauchen wir ein konsequentes Rauchverbot an allen Arbeitsstätten in diesem Land", sagte Hoppe. ...
14.02.2007
Einfache Hygieneregeln dämmen Ausbreitung von Noroviren ein
Infektionen mit Durchfall-auslösenden Noroviren können durch das Einhalten einfacher Hygieneregeln vermieden werden. Die Viren werden durch Tröpfchen übertragen und können außerhalb des Körpers mehrere Tage überdauern. Infektionsquellen sind neben dem direkten Kontakt zu Erkrankten zum Beispiel Türklinken oder Gemeinschaftstoiletten. Das Virus kann sich auch über die Luft oder über verunreinigte Speisen wie Salate ausbreiten. Um Infektionen vorzubeugen, sollte man sich häufig die Hände mit Seife waschen, besonders nach Bus- oder Bahnfahrten, nach dem Toilettengang und vor dem Essen. Auf Händeschütteln sollte man soweit wie möglich verzichten. ...
14.02.2007
Schwermetalle aus Bremsbelägen belasten Gewässer
Das Fraunhofer ISI hat untersucht, wie Schwermetalle in die Umwelt gelangen. Fazit: Größte Schmutzquelle für Kupfer, Zink und Blei ist der Abrieb von Bremsbelägen und Reifen der Autos, auch von Gebäuden gelangen viele Schwermetalle in die Natur. Die Folge: An mehr als der Hälfte der Messstellen in den Gewässern ist die empfohlene maximale Konzentration deutlich überschritten. ...
14.02.2007
Deutschland nur Mittelmaß: Internationaler UNICEF-Bericht zur Situation der Kinder in Industrieländern
Die erste internationale Vergleichsstudie zur Situation der Kinder in Industriestaaten zeichnet für Deutschland ein ernüchterndes Bild. Deutschland ist nur Mittelmaß, wenn es darum geht, verlässliche Lebensumwelten für die junge Generation zu schaffen. Bei dem UNICEF-Vergleich der zentralen Aspekte kindlicher Entwicklung in 21 Industrieländern kommt Deutschland nur auf Rang 11. Die Niederlande führen die UNICEF-Tabelle als kinderfreundlichstes Land an, gefolgt von Schweden, Dänemark und Finnland. Besonders schlecht schneiden Großbritannien und die USA ab. UNICEF hat die Lage der Kinder erstmals anhand von sechs Dimensionen umfassend verglichen: materielle Situation, Gesundheit, Bildung, Beziehungen zu Eltern und Gleichaltrigen, Lebensweise und Risiken sowie eigene Einschätzung der Kinder und Jugendlichen. Für den Bericht wurden Daten aus internationalen Studien und Untersuchungen auf Länderebene ausgewertet. Deutschland erreicht in allen Dimensionen nur durchschnittliche Werte. ...
13.02.2007
Ärztekammer fordert Beilegung von Warnhinweisen bei Kauf von Handys
Die Wiener Ärztekammer sieht ihre Warnung vor möglichen Gefahren durch Mobilfunkstrahlen in den heute, Dienstag, veröffentlichten Studien der Umweltanwaltschaften "voll und ganz" bestätigt. In diesen Arbeiten wird eine biologische Wirkung durch elektromagnetische Felder des Mobilfunks am Menschen auch unterhalb der derzeitigen EU-Richtwerte nachgewiesen. Zudem weisen die Untersuchungen zu Exposition durch Mobiltelefonie auf ein erhöhtes Risiko von bestimmten Hirntumoren hin. ...
09.02.2007
Neuer BZgA-Ratgeber: Tut Kindern gut! Ernährung, Bewegung und Entspannung
Viele Eltern sind heute verunsichert, wenn es um die Gesundheitserziehung ihrer Kinder geht. Sie wissen oft nicht, welche Lebensmittel für die Ernährung ihrer Kinder wichtig sind, wie viel Fast Food sie essen dürfen, wie viel Bewegung Kinder am Tag benötigen oder welche Regeln sie im Umgang mit dem Fernseher oder Computer beachten sollten. Die Wissensdefizite der Eltern in Erziehungsfragen können auf Dauer zu Defiziten im Gesundheitszustand bei den Kindern führen. Ein neuer Elternratgeber der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung verspricht Abhilfe. ...
09.02.2007
Antibiotika und Antibiotikaresistenzen
In der Human- und Tiermedizin werden jedes Jahr große Mengen Antibiotika eingesetzt. Belgische Wissenschaftler haben jetzt gezeigt, dass Antibiotika Bakterien rasch resistent machen. Resistenzen führen zunehmend zu massiven Problemen. Einige Antibiotika haben ihre Wirksamkeit gegen bestimmte Erreger verloren. Aktuelle Informationen liefert eine Hintergrundinformation vom FLUGS-Fachinformationsdienst des GSF - Forschungszentrums für Umwelt und Gesundheit. ...
08.02.2007
Verlust der Produktivität und mehr Hitzetote durch Klimawandel in Deutschland
In Folge des Klimawandels droht in Deutschland bis zum Ende des Jahrhunderts eine deutliche Zunahme der Hitzetoten und Verlust der Arbeitsproduktivität. Dies geht aus einer Studie hervor, die das Kieler Institut für Wirtschaftsforschung (IfW) und der WWF heute in Hamburg vorgestellt haben. "Wegen der steigenden Anzahl von Hitzetagen in Deutschland könnten wir jährlich 0,1 bis zu 0,5 Prozent des Sozialprodukts verlieren", warnt der Autor der Studie, IfW-Professor Gernot Klepper. ...
08.02.2007
Greenpeace veröffentlicht Deutschlandkarte zu Gen-Mais-Feldern
Ab sofort können interessierte Bürger auf der Internetseite von Greenpeace auf einer Deutschlandkarte mit einem Blick erkennen, ob in ihrer Region gentechnisch veränderter Mais angebaut wird. Als Grundlage dienen die im Standortregister des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) veröffentlichten Daten. ...
08.02.2007
Mehr Gesundheit für die Bevölkerung durch Luftreinigungspolitik
How to improve Human Health Protection in Air Quality Policies
Different studies have demonstrated the association between high ambient concentrations of particulate matter (PM) and the prevalence of adverse effects on human health. The EU 1999/30/EC Council Directive Relating to Limit Values for Sulphur Dioxide, Nitrogen Dioxide and Oxides of Nitrogen, Particulate Matter and Lead in Ambient Air, established limit values (50 µg/m3) for particulate matter smaller than about 10µm, referred to as PM10, starting from 2001. Furthermore, in the draft Air Quality Directive and Clean Air for Europe report from September 2005, the European Commission recommended the implementation of an annual cap value of 25 µg/m3 for particles with a diameter below 2.5 µm (PM2.5) after 2015. ...
07.02.2007
Gesundheitsgefahren durch Toneremissionen aus Laserdruckgeräten werden systematisch geleugnet
Seit 15 Jahren gibt es weltweit immer wieder wissenschaftliche Veröffentlichungen über Schädigungen von Menschen durch Emissionen von Laserdruckgeräten. In Deutschland wird über dieses Problem seit vielen Jahren eine kontroverse Diskussion geführt. Sie wird einerseits bestimmt durch Medienberichte der Interessengemeinschaft Tonergeschädigter, die über eine Vielzahl konkreter und z.T. schwerer und lebensgefährlicher Erkrankungen v.a. im Bereich der Atemwege berichtet. Aktuell sind es 1.300 Fälle. Industrie und Berufsgenossenschaften behaupten dagegen die Ungefährlichkeit und verweisen auf angeblich geringe Emissionen. Die zuständigen Behörden und Ministerien haben sich dieser Position bis heute weitgehend unkritisch und untätig anschlossen. ...
07.02.2007
Phthalate - nützliche Weichmacher mit unerwünschten Nebenwirkungen
Phthalate sind so genannte Weichmacher: Sie machen Kunststoffe elastisch. Verwendung finden sie vor allem bei der Herstellung des Weich-PVC (Polyvinylchlorid), aus dem viele Alltagsprodukte bestehen, von Bodenbelägen, über Kunstleder und Tapeten bis zu Duschvorhängen. Doch die Phthalate sind in Weich-PVC nicht fest eingebunden. Sie dünsten aus oder lösen sich beim Kontakt mit Flüssigkeiten sowie Fetten. Die Folge: Phthalate finden sich überall in der Umwelt und der Mensch kommt ständig mit ihnen in Berührung. Das Umweltbundesamt gibt Empfehlungen. ...
07.02.2007
Großbritannien: "Keine Junk-Food-Werbung vor 21 Uhr"
Britische Parlamentsabgeordnete haben gemeinsam mit Aktivisten Druck auf die Regierung ausgeübt, um härtere Bestimmungen für Junk-Food-Werbung durchzusetzen. Sie unterstützen einen privaten Initiativantrag, dessen Werberegulierung weiter geht, als die der britischen Medienaufsichtsbehörde Ofcom. Im Gespräch ist ein Verbot von Junk-Food-Werbung im Fernsehen bis 21 Uhr, berichtet der Media Guardian. Das Verbot soll helfen die Gesundheit der Kinder und Jugendlichen vor den Gefahren von Übergewicht und Fettleibigkeit zu schützen. ...
06.02.2007
Immer mehr Kinder sitzen vor dem Computer
Der Anteil der Kinder, die bereits Erfahrungen mit dem Computer gesammelt haben, steigt seit Jahren stetig an. Nach den Ergebnissen der aktuellen KIM-Studie 2006 zählen 81 Prozent der Kinder zwischen sechs und 13 Jahren zu den Computernutzern - wobei der Anteil bei Jungen (85 Prozent) neun Prozentpunkte höher liegt als bei Mädchen (76 Prozent). ...
06.02.2007
Bundesregierung erhöht Gift-Grenzwerte in Obst und Gemüse
Hunderte Grenzwerte für Pestizide in Obst und Gemüse hat das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) zwischen den Jahren 2004 und 2006 angehoben. Das bedeutet für Obst und Gemüse, dass ganz legal mehr Gift auf den Teller kommt. Nach einer neuen Untersuchung im Auftrag von Greenpeace sind die Steigerungen erheblich - im Schnitt haben die Beamten die Grenzwerte um das 33fache erhöht. Gerade bei bekannten Pestizid-Spitzenreitern mit den meisten Überschreitungen, wie Tafeltrauben, Salaten, Kräuter oder Beeren, hob das Ministerium die Grenzwerte am stärksten an, jeweils um über das 500fache. ...
05.02.2007
Wachsender Wohlstand führt weltweit zu dramatischem Anstieg chronischer Erkrankungen
Der wachsende Wohlstand in den Industrie- und Schwellenländern wird in den kommenden Jahren zu einem dramatischen Anstieg chronischer Erkrankungen führen. Die ökonomischen Folgen sind gravierend. ...
05.02.2007
Europäische Umweltverbände fordern strengere Quecksilberbeschränkungen
Europäische Umweltverbände fordern die Regierungen weltweit auf, Quecksilberexporte zu verurteilen und die globale Quecksilberintoxikation zu verringern (24. UNEP "Governing Council" in Nairobi 5.-9.2.2007). "Die Regierungen müssen zu einer Reduzierung der Quecksilberbelastung kommen" sagt Elena Lymberidi von der Antiquecksilber-Koalition. "Quecksilber vergiftet das Gehirn, wirkt neurotoxisch für alle von uns und für kommende Generationen, selbst im Niedrigdosisbereich. Deshalb müssen die Beschlüsse dieser Konferenz in Nairobi weltweit verbindlich werden". ...
02.02.2007
Berliner Ministerien zum IPCC-Bericht
In der internationalen Klimaforschung besteht kein Zweifel daran, dass der Klimawandel voranschreitet und sich beschleunigt. Bei Beobachtung und Modellierung des Klimawandels sind wesentliche Fortschritte erzielt worden. Mit großer Wahrscheinlichkeit sind die von Menschen verursachten Treibhausgase für den größten Teil der beobachteten Klimaänderung verantwortlich. Dies sind wesentliche Ergebnisse des neuen Berichts des Internationalen Wissenschaftsrats zum Klimawandel (IPCC), der am Freitag in Paris vorgestellt wurde. ...
02.02.2007
Der Klimawandel beschleunigt sich
Die heute in Paris veröffentlichte Zusammenfassung des 4. Klimaberichts des Umweltrates der Vereinten Nationen (IPCC) unterstreicht die zunehmende Veränderung des Weltklimas. Beobachtungen der letzten Jahre zeigen insbesondere einen stärkeren Anstieg des Meeresspiegels, aber auch eine dramatische Beschleunigung der Erderwärmung. Die Temperaturzunahme der letzten 50 Jahre ist doppelt so hoch wie in den letzten 100 Jahren. ...
01.02.2007
Mehr Mittelohrentzündungen bei höherer Luftverschmutzung
New insights into the Effects of Traffic-related Air Pollution on Health
Aktuelle Forschungen ergeben einen positiven Zusammenhang zwischen verkehrs-bedingten Luftschadstoffen und dem Auftreten von Mittelohrentzündungen bei Kindern. ...
31.01.2007
Mobilfunk Ärzteappell Allgau-Bodensee-Oberschwaben
Mobilfunkstrahlung wird derzeit kontrovers diskutiert. Immer mehr Arzte beziehen öffentlich Stellung und beanspruchen ihre Kompetenz in Gesundheitsfragen. Mit einem aktuellen Appell wenden sich Ärzte aus dem Ällgäu an Kollegen und Öffentlichkeit. ...
31.01.2007
Mobilfunk: Studie bestätigt Vorsorgegedanken des BfS
Die in einer Studie in fünf nordeuropäischen Ländern zu möglichen Gesundheitsgefährdungen durch den Gebrauch von Handys veröffentlichten Ergebnisse bestätigen den vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) vertretenen Vorsorgegedanken beim Gebrauch von Handys. Nach derzeitigem wissenschaftlichen Kenntnisstand besteht zwar unterhalb der Grenzwerte keine gesundheitliche Gefährdung durch den Mobilfunk. Allerdings zeigt die Studie auch, dass nach wie vor wissenschaftliche Unsicherheiten bestehen. ...
26.01.2007
Abgase beinträchtigen die Lungenentwicklung bei Kindern
Abgase von Schnellstraßen haben ernsthafte Auswirkungen auf die Lungenentwicklung bei Kindern, die sich im späteren Leben in Form von krankhaft veränderten Lungenfunktionen zeigen. ...
26.01.2007
Feinstaub: Auch 2006 dicke Luft in vielen deutschen Städten
Die Auswertung der noch vorläufigen Feinstaubdaten für das Jahr 2006 durch das Umweltbundesamt (UBA) zeigt: Die Belastung der Bevölkerung mit gesundheitsschädlichen Feinstäuben ist - wie schon im Jahr 2005 - zu hoch. An 100 der zirka 450 Messstationen lag die Feinstaubkonzentration im vergangenen Jahr an mehr als 35 Tagen über dem zulässigen Wert von 50 µg/m3 (Mikrogramm = ein Millionstel Gramm pro Normkubikmeter Luft). Dieser Grenzwert für Feinstaub - also die Überschreitung von 50 µg/m3 an nicht mehr als 35 Tagen pro Jahr - gilt seit Anfang 2005. ...
25.01.2007
NutritionDay: am 25.1.2007 Erhebung der Ernährungssituation von Patienten in Krankenhäusern in 31 Ländern
"NutritionDay in European Hospitals" ist die bisher größte europaweite Studie, bei der Patienten direkt über ihre Ernährungssituation befragt werden. Nach einem erfolgreichen Projektstart im Vorjahr werden nun mit 'NutritionDay2007' am 25.1.07 bereits mehr als 20.000 Patienten in rund 1.000 Krankenhausstationen in 31 Ländern befragt werden. ...
23.01.2007
Lebensmittelchemiker untersuchen Nahrungsbestandteile auf ihren Gesundheitseffekt
Rotwein schützt vor Herzinfarkt, Kirschen senken den Blutdruck, Erdnüsse - wenn sie denn samt rotem Häutchen gegessen werden - beugen Krebs vor: Beinahe täglich kann man inzwischen Meldungen über die positiven Effekte bestimmter Lebensmittel in Zeitungen und Zeitschriften lesen. Und eine ganze Industrie arbeitet daran, die dafür verantwortlichen Substanzen zu isolieren und zum Beispiel in Form von Nahrungsergänzungsmitteln den Kunden zum Kauf anzupreisen. Ob eine bestimmte Gruppe dieser Substanzen tatsächlich für jene gesundheitsfördernden Effekte verantwortlich ist, die ihnen zugeschrieben werden, untersuchen jetzt Lebensmittelchemiker der Universität Würzburg gemeinsam mit Kollegen aus Münster, Medizinern aus Regensburg und der Industrie. ...
23.01.2007
Handy-Sucht: Angst und Depression als Folgen
Für eine immer größer werdende Zahl an Handynutzern wird der kleine Begleiter in Sachen Mobilfunkkommunikation zur unabkömmlichen Notwendigkeit. Dies geht aus einer aktuellen psychologischen Studie der Universität Florida hervor, die psychosoziale Abhängigkeitsphänomene bei Internet- und anderen Informationstechnologien untersuchte. Obwohl Mobiltelefone als digitale Unterstützung im Alltagsleben konzipiert wurden, beginnen diese einige ihrer Nutzer sukzessive so stark in den Bann zu ziehen, dass sich diese kaum mehr ohne sie zu leben im Stande fühlen. ...
22.01.2007
Masthähnchen sind häufig mit Salmonellen infiziert
Jede sechste Masthähnchenherde in deutschen Ställen ist mit Salmonellen infiziert. Das ist das Ergebnis einer Pilotstudie, die das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zusammen mit den Überwachungsbehörden der Bundesländer im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz im Rahmen einer EU-weiten Studie durchgeführt hat. Die Ergebnisse bestätigen, dass Hähnchenfleisch eine bedeutende Quelle für Lebensmittelinfektionen darstellen kann. ...
19.01.2007
Impfung reduziert weltweite Masern-Sterblichkeit um mehr als die Hälfte
Das Ziel, die weltweite Sterblichkeitsrate durch Masern zu halbieren, wurde in den letzten sechs Jahren erreicht; es kam es sogar zu einer 60-prozentigen Verringerung. Trotz der Verfügbarkeit sicherer, wirksamer und relativ billiger Masern-Impfstoffe seit über vierzig Jahren, waren Masern zu Beginn des Millenniums immer noch eine Haupttodesursache bei Kindern, insbesondere in Entwicklungsländern. ...
19.01.2007
Bischof warnt vor Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen
Der Eichstätter katholische Bischof Gregor Maria Hanke hat sich entschieden gegen den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen ausgesprochen. Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer solle "in die Gentechnik gar nicht erst einsteigen", sagte der Bischof in einem Interview der "Berliner Zeitung" (Donnerstag). Den Bauern werde da etwas aufgezwungen, was sie gar nicht wollten. Auch viele Verbraucher sähen in der Gentechnik keinen Nutzen. ...
19.01.2007
Mindestkriterien zur Herstellung und Nutzung von Biokraftstoffen
Der NABU hat zum Start der Internationalen Grünen Woche in Berlin vor überzogenen Erwartungen an der Nutzung von Biomasse als Kraftstoff gewarnt. Angesichts des sich beschleunigenden Klimawandels und der Abhängigkeit von Erdölimporten, könnten und müssten Biokraftstoffe einen entscheidenden Beitrag zur Kraftstoffbereitstellung leisten. "Sie sind aber kein Allheilmittel zur Senkung der Klimabelastung im Automobilsektor", warnte Olaf Tschimpke, Präsident des NABU. ...
18.01.2007
Weltuntergangsuhr steht auf fünf vor zwölf: Wissenschaftler nehmen Klimaänderung als Bedrohung auf
Der Bulletin der Atomic Scientists hat die "Weltuntergangsuhr" zwei Minuten vorgestellt: Die Menschheit befindet such näher am Abgrund als in den vergangenen 20 Jahren, lautet der Grundtenor der Experten. Verschärfend kommt nach Ansicht der Wissenschaftler auch noch die Klimaerwärmung als Bedrohung für den Planeten hinzu. Prominente Forscher, darunter ein Beratergremium dem 18 Nobelpreisträger angehören, haben ihre Ergebnisse bei Pressekonferenzen in Washington und in London veröffentlicht. ...
17.01.2007
Mobiltelefonnutzung und das Risiko von Gliomen in fünf nordeuropäischen Ländern
Mobile phone use and risk of glioma in 5 North European countries
Das Risiko für ein Gliom ist bei langjähriger Mobilfunknutzung um 39 % auf der Kopfseite erhöht, an der gewöhnlich das Handy gehalten wird. Dies ergab eine neue Fall-Kontroll-Studie in fünf nordeuropäischen Ländern. ...
17.01.2007
Klimaschädlicher Flugverkehr in 2006 weiter angestiegen
Nach heute veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes gab es in Deutschland im vergangenen Jahr 5,5 Prozent mehr Fluggäste als in 2005. Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) hat angesichts des weiter zunehmenden Flugverkehrs gefordert, dessen steuerliche Begünstigung endlich zu beenden. Die Befreiung von der Kerosin- und Ökosteuer sowie von der Mehrwertsteuer sei aufgrund der gravierenden Belastung des Klimas durch den Flugverkehr inakzeptabel. Dieser trage weltweit mittlerweile mit rund neun Prozent zum vom Menschen gemachten Klimawandel bei. ...
16.01.2007
27.000 Landwirte in 100 gentechnikfreien Regionen
"Inzwischen erklären 27.000 Landwirte in 100 Regionen Deutschlands mit insgesamt 900.000 Hektar Fläche, dass sie garantiert gentechnikfrei wirtschaften", sagte Annemarie Volling von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) heute vor Beginn der Grünen Woche in Berlin. "Das ist die breiteste landwirtschaftliche Basisbewegung seit langem. ...
12.01.2007
Ärzte warnen vor immensen Folgekosten durch Adipositas
Die Fettleibigkeit hat in den entwickelten Industriestaaten epidemische Ausmaße angenommen. Schon jetzt ist gut die Hälfte der Deutschen übergewichtig, jeder fünfte Bundesbürger gilt sogar als stark übergewichtig (adipös). Darauf wiesen Experten auf dem 31. Interdisziplinären Forum der Bundesärztekammer in Berlin hin. ...
11.01.2007
Uneinheitliches Bild bei der Entwicklung der Acrylamidbelastung: manche Produkte sind weniger, manche stärker belastet als im Vorjahr
Röstkaffee und Kaffeeersatz enthalten gegenüber dem Vorjahr deutlich weniger Acrylamid. Auch bei Knäckebrot, Spekulatius sowie Zwieback und Keksen für Säuglinge und Kleinkinder gelang der Lebensmittelindustrie und dem Handwerk eine Reduzierung. Dagegen hat sich die Acrylamidbelastung im Vergleich zu 2004/2005 erhöht bei feinen Backwaren aus Mürbeteig, Dauerbackwaren für Diabetiker sowie bei Lebkuchen und zubereiteten Pommes frites. Bei Lebkuchen, Kartoffelchips und Kartoffelpuffern konnte seit Beginn der Berechnungen im Jahr 2002 keine Herabsetzung des Signalwerts erreicht werden. ...
09.01.2007
Wer auf die Milch im Tee verzichtet, lebt gesünder
Wer seinen Tee mit Milch trinkt, macht dessen günstige Auswirkungen auf das Blutgefäßsystem zunichte. Das weist eine Studie der Charité - Universitätsmedizin Berlin nach. Der Genuss von Tee hat eine entspannende und erweiternde Wirkung auf die Arterien. Untersuchungen an gesunden Probanden haben ergeben, dass dieser Effekt ausbleibt, wenn dem Getränk Milch hinzugefügt wird. Entsprechende Ergebnisse brachten auch zusätzliche Versuche an Zellkulturen. Dass sich Tee positiv auf das Gefäßsystem auswirkt, ist inzwischen gut belegt. Er kann zum Beispiel vor Gefäßverkalkung und koronarer Herzerkrankung schützen sowie antioxidative und entzündungshemmende Wirkungen haben. ...
08.01.2007
Bald eine Million Lungenkrebspatienten in China: WHO-Studie warnt vor Luftverschmutzung und Rauchen
Wenn es in China nicht gelingt, die Luftverschmutzung zu beseitigen und die Bevölkerung vom Rauchen abzubringen, wird die Zahl der Lungenkrebspatienten bis 2025 auf 1 Mio. Fälle ansteigen. Zu diesem Schluss kommen Experten der Weltgesundheitsorganisation WHO. China wäre damit bei den Lungenkrebsfällen weltweit an der Spitze. ...
07.01.2007
Neue EU-Zahlen: Deutschland bei Verkehrssicherheit nur oberes Mittelmaß
Das Risiko, beim Autofahren tödlich zu verunglücken, ist in Griechenland am größten. In Großbritannien gehen Autoinsassen pro zurückgelegtem Personenkilometer das geringste Todesrisiko ein. Deutschland belegt innerhalb der alten EU-Staaten (EU 15) knapp vor Italien lediglich Platz 6. Dies haben Berechnungen der Allianz pro Schiene ergeben, die auf kürzlich veröffentlichten Zahlen der EU-Kommission ...
04.01.2007
Weniger Fische durch wärmeres Wasser
Derzeitige Verschiebungen des Weltklimas führen vor allem in den flachen Randmeeren der Ozeane zu einer Veränderung der Artenzusammensetzung. Betroffen sind auch die Fischbestände. Bisherige Untersuchungen, die einen Zusammenhang zwischen der globalen Erwärmung und der Abnahme von Fischbeständen zeigen, beruhten jedoch lediglich auf statistischen Daten. Für die Abschätzung zukünftiger Veränderungen ist ein tieferes Verständnis der Bedeutung der Wassertemperatur für die Biologie der betroffenen Organismen von fundamentaler Bedeutung. Eine jetzt im Wissenschaftsmagazin Science veröffentlichte Studie zeigt, dass eine wärmebedingte Sauerstoffunterversorgung bei Fischen der entscheidende Faktor ist, der die Bestandsdichte beeinflusst. ...
21.12.2006
Was geschah am 12.9.1986? Neue Dokumentation zu den Elbmarschleukämien
Risikogebiet Elbmarsch. Seit Ende der 80er Jahre erkranken dort statistisch gesehen mehr Kinder an Leukämie als irgendwo sonst auf der Welt. Von offizieller Seite gibt es dazu keine Erklärung. Am Nordufer der Elbe stehen in Sichtweite das KKW Krümmel und das Kernforschungszentrum GKSS. Die Bürgerinitiative gegen Leukämie in der Elbmarsch e.V., die Gesellschaft für Strahlenschutz e.V. und die IPPNW haben nun eine Dokumentation veröffentlicht: Eine Kette von Indizien weist auf ein radioaktives Ereignis am 12. September 1986 hin. ...
20.12.2006
Neue EU-Ökoverordnung verwässert Bio-Standards
Nach harten Verhandlungen und Auseinandersetzungen zwischen EU-Agrarkommission, EU-Agrarministern und europäischen Bioorganisationen hat sich gestern der EU-Agrarministerrat auf eine neue EU-Ökoverordnung verständigt. Dabei ist es den Bioorganisationen gelungen durchzusetzen, dass privatrechtliche Standards auch in Zukunft strenger gefasst sein können, als staatliche Mindestvorgaben. Das offizielle EU-Siegel wird jedoch nur noch stark verwässerten Standards entsprechen und sogar gentechnische Verunreinigungen erlauben. ...
15.12.2006
Bundesrat stimmt Rußpartikelfilter-Förderung zu
Als "großen Schritt für bessere Luft in unseren Innenstädten" hat die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Astrid Klug, die heutige Zustimmung des Bundesrates zur steuerlichen Förderung bei der Nachrüstung von Diesel-Pkw mit Rußfiltern bewertet. Die Nachrüstung von Diesel-Pkw mit einem Rußpartikelfilter soll mit 330 Euro unterstützt werden. Die Entscheidung ist ein wichtiger Meilenstein im Gesetzgebungsverfahren. Das Gesetz soll zum 1. April 2007 in Kraft treten. "Wichtig ist deshalb, dass auch der Bundesrat die rückwirkende Förderung ab dem 1. Januar 2006 beschlossen hat", sagte Klug. ...
15.12.2006
Extrem erhöhtes Krebspotenzial von Rapsöl als Kraftstoff
Statt teureren Biodiesel aus Raps in den Tank zu füllen, verwenden immer mehr Großabnehmer das günstigere Ausgangsprodukt Rapsöl. Aber die Verbrennung dieses Naturproduktes schadet langfristig nicht nur dem Fahrzeug, sondern vor allem der Gesundheit. Untersuchungen von Dr. Jürgen Bünger, Arbeitsmediziner am BGFA, und seinen Kollegen der Universität Göttingen, der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft und der Hochschule Coburg zeigten bereits: Das Krebspotenzial der Abgase von Rapsöl als Kraftstoff ist gegenüber herkömmlichem Diesel um das Zehnfache erhöht. Jetzt fanden sie heraus, dass ein "weiterentwickeltes", in der Stoffbeschaffenheit geändertes Rapsöl ein noch schlechteres Ergebnis erzielt. ...
14.12.2006
Gesundheitliche Beschwerden durch Toner
Dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) wurden gesundheitliche Beschwerden im Zusammenhang mit der Nutzung von Laserdruckern und Kopierern mitgeteilt. Sie stammen vorwiegend aus dem Bürobereich. Bei den Symptomen stehen Reaktionen wie Bindehautreizungen und Beschwerden des Atemtraktes sowie Rachenschleimhautreizungen im Vordergrund. ...
14.12.2006
Mehr Klagerechte für Umweltverbände
Mit Inkrafttreten des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes am 15.12.2006 bekommen Umweltverbände mehr Klagerechte im Umweltschutz. Damit können Vereinigungen, die sich den Schutz der Umwelt zur Aufgabe gemacht haben, bestimmte behördliche Entscheidungen von den Gerichten prüfen lassen. Diese Umweltvereinigungen müssen unter anderem satzungsgemäß dem Umweltschutz dienen, nicht aber von der behördlichen Entscheidung betroffen sein. Sie können zum Beispiel gegen die Zulassung einer Industrieanlage oder einer Straße vorgehen, falls die Zulassung aus ihrer Sicht bestimmten Vorschriften des Umweltrechts widerspricht. Um klagen zu dürfen, brauchen die Verbände aber eine Anerkennung. Diese erteilt das Umweltbundesamt (UBA) in Dessau. ...
13.12.2006
Umweltverbände kritisieren zu wenig Schutz vor gefährlichen Chemikalien
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Greenpeace und WECF (Women in Europe for a Common Future) kritisieren das heute vom Europäischen Parlament beschlossene EU-Chemikaliengesetz REACH als zu schwach. So dürften Krebs erregende, die Fruchtbarkeit schädigende und hormonell wirksame Chemikalien weiter vermarktet werden, selbst wenn sichere Ersatzstoffe vorhanden seien. Der Bundesregierung warfen die Verbände vor, den verbindlichen Ersatz besonders gefährlicher Risiko-Chemikalien verhindert zu haben. ...
11.12.2006
Verbände fordern Weichenstellung für klima- und umweltschonende Mobilität
Am 1.1.07 übernimmt Deutschland die EU-Ratspräsidentschaft von Finnland. Aus diesem Anlass forderten der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) und seine europäische Partnerorganisation Transport&Environment (T&E) die Bundesregierung heute in Berlin auf, anstehende Entscheidungen in der Verkehrspolitik der Europäischen Union klar auf den Umwelt- und Klimaschutz auszurichten. ...
08.12.2006
Vor der Versteigerung der Lizenzen für Wimax fordert ein Appell unabhängiger Wissenschaftler und Ärzte die Einhaltung der gesetzlichen Vorsorgepflicht
Am 12. Dezember 2006 will die deutsche Bundesnetzagentur die Lizenzen für das neue Breitband-Telekommunikationsnetz Wimax versteigern, das zur "Grundlage für die geplante Expansion des drahtlosen Highspeed-Internet-Netzes ab 2007" werden soll. Einer der Anbieter kündigt auch schon an, mit riesigen Summen die "größte Wimax-Netzinfrastruktur Europas errichten zu wollen" (beide Zitate in Internet-Ankündigungen der Deutschen Breitband Dienste GmbH). Dieser Appell wird mit den Unterschriften der Erstunterzeichner Herrn Bundespräsidenten Horst Köhler, Frau Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und Herrn Umweltminister Sigmar Gabriel vor dem 12. Dezember übermittelt. ...
08.12.2006
Deutsche Krebshilfe fordert Rauchverbote
Am 7.12.2006 äußerten das Bundesjustiz- und -innenministerium Zweifel daran, dass die Bundesregierung umfassende Rauchverbote erlassen könne. Der Schutz vor dem Passivrauchen müsse durch die Bundesländer umgesetzt werden. Die Deutsche Krebshilfe betont hingegen, dass die Regierung Verantwortung trage für die Gesundheit der Bevölkerung: "Passivrauch erhöht das Krebsrisiko", so die Präsidentin der Organisation, Frau Professor Dr. Dagmar Schipanski. "Der Bund ist gefordert, die Menschen vor gefährlichen Krankheiten zu schützen!" Aus Sicht der Deutschen Krebshilfe ist ein umfassendes Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden dringend erforderlich. ...
07.12.2006
Staatssekretär Müller: Der Klimawandel rückt näher
Die Wetterkapriolen der letzten Wochen und Monate sind ein klares Indiz, dass der Wandel des weltweiten Klimas in vollem Gange ist. Davon ist Michael Müller, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium, überzeugt. Anlässlich eines Informationsbesuchs am Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie äußerte er sich besorgt über die Entwicklungen, die auch Deutschland erfasst haben: Zunehmende Temperaturen und Trockenperioden, abschmelzende Gletscher und Felsbrüche in den Alpen und eine höhere Zahl extremer Wetterereignisse werden uns auch in Mitteleuropa mehr und mehr zu schaffen machen. ...
07.12.2006
Fünf große Herausforderungen für eine sichere Nanotechnologie
Five Grand Challenges to achieve Safe Nanotechnology
Nanotechnology, which involves materials and processes on an ultra-small scale, is currently an area of intense scientific research due to the wide variety of potential applications in the biomedical, optical, and electronic fields. Currently there are more than 300 alleged nanotechnology products on the market and last year more than ¤ 24 billion worth of products containing nano-materials were sold globally. Nevertheless, some nanotechnologies are controversial due to concern about their safety. Therefore, sound, independent, and authoritative information is required on the risks and how to avoid them. A recent paper by an international group of researchers addresses the issue of safe handling of nanotechnology. The authors propose five grand challenges to stimulate and focus research into the safety of nanotechnology. Within the five grand challenges, the authors set clear targets to be achieved within specific timeframes. ...
06.12.2006
Dänische Studie: Handynutzung nicht für erhöhtes Krebsrisiko verantwortlich
Die kurzfristige oder auch längerfristige Nutzung von Handys steht mit keinem erhöhten Krebsrisiko in Zusammenhang. Zu diesem Ergebnis ist eine groß angelegte Studie des Institut for Epidemiologisk Kraeftforsking gekommen. Handyantennen strahlen elektromagnetische Felder ab, die in das menschliche Gehirn eindringen können. Aktuell konnte jedoch nicht nachgewiesen werden, dass diese Strahlung das Risiko von Tumoren im Kopf oder im Nackenbereich erhöht. Die Ergebnisse der Studie, an der mehr als 420.000 Handybenutzer teilnahmen, ist im Journal of the National Cancer Institute erschienen. ...
05.12.2006
Umweltschutz als politische Aufgabe gewinnt an Bedeutung
Das Umweltbewusstsein der Deutschen ist weiter gestiegen. Das geht aus der neuen Studie zum Umweltbewusstsein in Deutschland hervor, die das Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt (UBA) in Auftrag gegeben haben. 93 % der Befragten halten Umweltschutz für wichtig. Der globale Klimawandel ist jetzt tief im Bewusstsein der Menschen verankert und trägt entscheidend dazu bei, dass Umweltschutz für die Menschen seit einigen Jahren immer relevanter wird. Zwei Drittel der Bevölkerung möchten, dass Deutschland in der internationalen Klimaschutzpolitik eine Vorreiterrolle einnimmt. Dies bedeutet gegenüber 2004 eine Steigerung um 11 %, gegenüber 2002 sogar um 20 %. Als vorrangige Ziele gelten der Ausbau der erneuerbaren Energien, die Senkung des Energieverbrauchs und eine bessere Energieeffizienz. ...
04.12.2006
Weltweite Diabetes-Epidemie außer Kontrolle
Die Internationale Diabetes-Föderation (IDF) hat neue Daten veröffentlicht, die das enorme Ausmaß der Diabetes-Epidemie aufzeigen. Die mit heutigem Datum im Diabetes-Atlas der Föderation veröffentlichten Daten weisen darauf hin, dass eine erschütternde Anzahl von 246 Mio. Personen weltweit von der Krankheit betroffen ist. Davon gehören 46% der Altersgruppe der 40- 59-Jährigen an. Vorhergehende Zahlen haben das Ausmaß des Problems offensichtlich unterschätzt, auch die pessimistischsten Prognosen lagen unter den aktuellen Zahlen. Die neuen Daten prophezeien, dass die Gesamtzahl an Personen mit Diabetes innerhalb von 20 Jahren rasant auf 380 Mio. steigen wird, wenn entsprechende Maßnahmen ausbleiben. ...
04.12.2006
Internet verantwortlich für Essstörungen
Forscher der School of Medicine der Stanford University haben nun den Einfluss des Internets auf Essstörungen von Kindern und Jugendlichen untersucht. So wurde festgestellt, dass zahlreiche Webseiten das Verhalten von Kindern und Jugendlichen mit einer Essstörung gefährlich beeinflussen. Daher sei es unbedingt notwendig, dass Eltern die Internet-Nutzung ihrer gefährdeten oder erkrankten Kinder überwachen und mit ihnen über die Inhalte sprechen sollen. ...
04.12.2006
Elektroschrott-Exporte in Entwicklungsländer sollen unterbunden werden
Die Staatengemeinschaft will das Exportverbot für gefährlichen Elektroschrott aus Industrieländern in Entwicklungsländer effektiver durchsetzen. Es sollen weltweit schadstofffreie Geräte entwickelt werden. Elektroschrott soll weltweit getrennt gesammelt und umweltgerecht entsorgt werden; hierfür müssen Entsorgungskapazitäten aufgebaut werden. Außerdem soll die Rücknahme von Altgeräten durch die Hersteller weltweit ausgeweitet werden. ...
01.12.2006
Seehofer will jährlichen Waldschadensbericht abschaffen - Verbände protestieren
Mit einem Protestschreiben zusammen mit zahlreichen weiteren Verbänden hat der Deutsche Naturschutzring (DNR) bei Bundesminister Seehofer gegen die geplante Abschaffung des jährlichen Waldschadensberichtes reagiert. "Durch Totschweigen wird der kranke deutsche Wald nicht gesunden", sagte DNR-Generalsekretär Dr. Helmut Röscheisen. ...
01.12.2006
Europäische Chemikalienreform: Fauler Kompromiss oder Erfolg?
Während Umweltminister Gabriel den Kompromiss zur europäischen Chemikalienreform REACH, der gestern Nacht zwischen Vertretern des Europäischen Parlaments und des EU-Ministerrats ausgehandelt wurde, als vernünftig und tragfähig begrüßt, kritisieren der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und Greenpeace diesen als faulen Kompromiss auf dem Rücken von Verbrauchern und Umwelt. ...
01.12.2006
Ärzte fordern konsequentes Rauchverbot in der Gastronomie
"Mit einer halben Zigarette lebt man nicht doppelt gesund", kommentierte Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe die jüngste Vereinbarung der Regierungsfraktionen zum Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden und in der Gastronomie. "Die Unterscheidung zwischen rauchfreien Restaurants und Schankgaststätten ohne jeden Nichtraucherschutz ist widersinnig und gerade im Hinblick auf den Arbeitsschutz des Personals absolut kontraproduktiv. Deshalb fordern wir die Koalition auf, endlich ein Rauchverbot in allen Gaststätten zu erlassen. Unsere europäische Nachbarn haben vorgemacht, wie es geht", sagte Hoppe. ...
30.11.2006
Nanotechnologie in Kosmetika und Lebensmitteln: fehlender Verbraucherschutz
Die Kennzeichnung und strenge Zulassungsregelungen der superkleinen Nano-Teilchen in Imprägniersprays, Kosmetika und Lebensmitteln fordert Hartmut König, Ernährungsreferent der Verbraucherzentrale Hessen. Ein ausreichender Gesundheits- und Verbraucherschutz ist nach den derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnissen über die neue Supertechnologie nicht gegeben, so König. Noch sind in keinem Anwendungsbereich von Nanopartikeln die Folgen und Risiken für Mensch und Umwelt genügend erforscht. Zudem wird der Begriff Nano häufig für die Bewerbung von Produkten missbraucht, um deren angeblich bessere Wirkungsweise zu begründen. Eine nachvollziehbare Beschreibung und Kennzeichnung der Nano-Bestandteile sollte deshalb auf der Verpackung verpflichtend vorgeschrieben werden. Nur so können Verbraucher ihre Informationsrechte wahrnehmen und eine bewusste Auswahl treffen. ...
30.11.2006
Bundeskabinett beschließt Förderung von Dieselrußfiltern
Das Bundeskabinett hat am 29.11.2006 die steuerliche Förderung der Nachrüstung von Diesel-Pkw mit Rußpartikelfiltern beschlossen. Ich begrüße diese Entscheidung außerordentlich und appelliere an alle Beteiligten, das Gesetzgebungsverfahren nun zügig abzuschließen. Besonders wichtig ist, dass die rückwirkende Förderung ab dem 1.1.2006 beschlossen wurde, sagte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Astrid Klug. Die Verminderung der Emission von Dieselrußpartikeln ist ein wichtiger Beitrag zur Verringerung der Gesundheitsbelastung durch Feinstaub in der Atemluft, besonders in den Innenstädten. ...
30.11.2006
Zur Lage der Umwelt europäischer Städte
State of the Urban Environment in European cities
Four out of five European citizens live in urban areas, and their quality of life is directly influenced by the state of the urban environment. Cities are where many environmental problems are concentrated. In recognition of the important role that urban areas play in delivering the objectives of the EU Sustainable Development Strategy, on 11.01.2006 the Commission adopted the Thematic Strategy on the Urban Environment. It highlights the decisive role of local authorities in improving the urban environment. ...
29.11.2006
Zigaretten: Reduktion ist nicht gesundheitsfördernd, nur aufhören hilft wirklich
Eine Studie des Nationalen Gesundheitsservice in Oslo belegt, dass eine Reduktion der täglichen Zigarettenanzahl nicht zu einer signifikanten Verbesserung der Lebensdauer führt. Lediglich Raucher die ihre Sucht ganz aufgaben, konnten das Risiko eines frühen Todes um 50 Prozent verringern. ...
28./29.11.2006
Deutscher Bauernverband verurteilt Verkauf nicht zugelassener Pflanzenschutzmittel
Der Deutsche Bauernverband (DBV) verurteilt den unerlaubten Handel und die Anwendung nicht zugelassener Pflanzenschutzmittel aufs Schärfste. Solche Händler, Landwirte oder andere Anwender von nicht zugelassenen Pflanzenschutzmitteln seien entsprechend dem geltenden Pflanzenschutzmittelrecht für ihr unerlaubtes Tun zur Rechenschaft zu ziehen, erklärte der DBV in Berlin. In einer Gemeinschaftsaktion wurden bei verdeckten Recherchen von der ZDF-Sendung Frontal 21 und der Umweltschutzorganisation Greenpeace Pflanzenschutzmittel in Deutschland und Frankreich im Handel erworben, die nicht zugelassen waren. ...
28.11.2006
Neue Prognose der WHO für Todesfälle und Krankheiten im Jahr 2030
In den nächsten 25 Jahren wird sich die jährliche Anzahl der Todesrate durch Aids mehr als verdoppeln. Das Rauchen wird in diesem Zeitraum weltweit für ein Zehntel der Todesfälle verantwortlich sein. Die Armen der Welt werden im Gegenzug dazu reicher werden, länger leben und nicht mehr an Infektionskrankheiten sterben. Wissenschafter der Weltgesundheitsorganisation WHO haben die bis jetzt umfassendste Analyse präsentiert, woran die Menschen um das Jahr 2030 leiden und woran sie sterben werden. Weltweit sollte sich das Risiko vor dem fünften Lebensjahr zu sterben bis zu diesem Zeitpunkt halbiert haben. ...
27.11.2006
Polonium: Hintergrund zur Toxizität und Radiotoxizität
Polonium (Po) ist das chemische Element mit der Ordnungszahl 84. Es ist ein silbriges, radioaktives Metall, das sich chemisch ähnlich wie Tellur und Wismut verhält. Es entsteht ständig in der Natur in der langen natürlichen radioaktiven Zerfallskette von Uran-238. Polonium wurde 1897 von Marie und ihrem Ehemann Pierre Curie entdeckt und nach ihrem Heimatland Polen benannt, das damals unter Fremdherrschaft war und politisch nicht als unabhängiges Land betrachtet wurde. ...
26.11.2006
DNR-Präsident Weinzierl sieht "Renaissance der Umweltpolitik"
Eine "Renaissance der Umweltpolitik" sieht Hubert Weinzierl, der Präsident des DNR, im Kommen. In der Klimapolitik, bei der Biodiversität und in der Armutsbekämpfung gebe es einen "weltweiten Wettlauf gegen die zerstörenden Prozesse", sagte Weinzierl auf der DNR-Mitgliederversammlung gestern in Berlin. "Es besteht dringender Handlungsbedarf", mahnte der DNR-Präsident, der die Bundesregierung im Hinblick auf den G8-Vorsitz und den Vorsitz im EU-Rat im Jahr 2007 besonders in die Pflicht nahm: "Deutschland trägt weltfamiliäre Verantwortung!" ...
25.11.2006
Weiterer CO2-Anstieg scheint unausweichlich
Wie lange noch unsere Energieressourcen reichen werden, ist eine Frage, mit der sich die Wissenschaft und die Industrie immer wieder auseinandersetzen. Dass die Menschheit bis zum Jahr 2030 sicher mit Energie versorgt sein wird, stellte die österreichische Energieregulierungsbehörde E-Control diese Woche im Rahmen eines Diskussionsabends fest. Wie E-Control angab, werden neben dem Energieverbrauch auch die Investitionen in den kommenden Jahren enorm steigen. ...
24.11.2006
Pommes Frites enthalten Rückstände von perfluorierten Tensiden
Pommes Frites enthalten nach Untersuchungen von Greenpeace Rückstände von perfluorierten Tensiden (PFT), die im Verdacht stehen, krebserregend zu sein. Im Auftrag von Greenpeace analysierte das Fraunhofer Institut Schmallenberg (NRW) Pommes Frites aus fünf deutschen Städten auf Perfluoroktansäure (PFOA) und Perfluoroktansulfonat (PFOS). ...
24.11.2006
Verbraucher fordern verständliche Kennzeichnung und begleitende Risikoforschung für "Nano"-Produkte
Eine verständliche Kennzeichnung, klare Definitionen, Begrifflichkeiten und Standards sowie deutlich mehr Forschung zu potenziellen Risiken, bevor die Nanotechnologie verstärkt in verbrauchernahen Produkte eingesetzt wird - so lauten die zentralen Forderungen des Votums der 16 Verbraucher, die an der BfR-Verbraucherkonferenz zur Nanotechnologie teilnahmen. Die Gruppe übergab das Votum am 20.11.2006 an Vertreter des Bundestages, der Bundesregierung, von Verbänden und des Präsidiums des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Kritisch sehen sie vor allem den Einsatz von Nanomaterialien in Lebensmitteln. ...
23.11.2006
Kinderkommission will Kinder vor den Folgen des Passivrauchens schützen
In Deutschland wachsen mindestens 50 Prozent aller Kinder in Haushalten auf, in denen geraucht wird. Insbesondere kleinere Kinder halten sich überwiegend in Innenräumen auf und haben keine Möglichkeit, dem Passivrauchen zu entgehen. Die Kinderkommission des Deutschen Bundestages ruft zum Schutz der Kinder vor Passivrauchen auf. ...
23.11.2006
Zunahme der Siedlungs- und Verkehrsfläche: 114 ha/Tag
Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, hat die Siedlungs- und Verkehrsfläche in Deutschland in den Jahren 2002 bis 2005 insgesamt um 1 670 km2 oder 114 ha/Tag zugenommen. Dies geht aus den Ergebnissen der Flächenerhebung 2005 hervor. Gegenüber dem Vierjahresdurchschnittswert von 2001 bis 2004 von 115 ha/Tag hat sich die Flächeninanspruchnahme für Siedlungs- und Verkehrszwecke damit geringfügig verlangsamt. Ziel der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung ist es, die tägliche Inanspruchnahme neuer Siedlungs- und Verkehrsflächen bis zum Jahr 2020 auf 30 ha/Tag zu reduzieren. ...
23.11.2006
Rauchen beeinflusst das Gehirn: Defizite in der Gehirngröße bei Rauchern
Raucher weisen gegenüber Nichtrauchern ein vermindertes Volumen des Gehirns auf. Das haben Forscher der Psychiatrischen Klinik der Charité - Campus Mitte und der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Berlin festgestellt. Eine jetzt veröffentlichte Studie zeigt, dass besonders die graue Substanz des Gehirns betroffen ist. In ihr sind die meisten Nervenzellen und viele Hirnfunktionen lokalisiert. ...
23.11.2006
Kinderärzte-Kritik: "Unsere egoistische Konsummentalität nicht enkeltauglich"
"Falsche Ernährung, Übergewicht, Bewegungsmangel, Armut, Gewalt und Drogen sind Umweltfaktoren, die in Mitteleuropa viel mehr als physikalische Faktoren oder Chemikalien die Gesundheit von Kindern und letztlich die Zukunft unserer Gesellschaft bedrohen." Dieses Fazit zog heute Prof. Karl Ernst von Mühlendahl am Ende einer viertägigen Fachtagung in der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), zu der die Kinderumwelt gGmbH der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin gut 50 Experten aus zahlreichen europäischen Ländern und den USA nach Osnabrück eingeladen hatte. ...
23.11.2006
BVL genehmigt Freisetzung gentechnisch veränderten Weizens in Gatersleben
Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat heute die Freisetzung gentechnisch veränderten Winterweizens zu wissenschaftlichen Zwecken unter Sicherheitsauflagen genehmigt. Die rund 1.200 Quadratmeter umfassende Fläche liegt auf dem Gelände des Leibniz-Institutes für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben (Landkreis Aschersleben-Stassfurt/Sachsen-Anhalt). Das BVL hat genehmigt, in den Vegetationsperioden 2006/2007 und 2007/2008 rund 11.200 Pflanzen freizusetzen. Nach der Eintragung ins Standortregister kann das IPK den Winterweizen frühestens am kommenden Montag freisetzen. ...
22.11.2006
Rußfilter-Förderung nach 5 Jahren Verhandlung erneut gescheitert
Gestern hat der finanzpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion von CDU/CSU, Otto Bernhardt, in einer Pressemitteilung offiziell bestätigt, dass die Union den mit den Ländern ausgehandelten Kompromiss über die steuerliche Förderung von Diesel-Pkw, die nachträglich mit einem Rußfilter ausgerüstet werden, ablehnt und das für dieses Jahr geplante Gesetzgebungsverfahren gestoppt hat. Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) ist empört über die erneute Blockade der Filtertechnik gegen schädlichen Dieselruß und warnt: "CDU/CSU schadet Ihrer Gesundheit!" Der VCD fordert die CDU-Delegierten auf, sich auf ihrem Parteitag am Wochenende gegen die Anti-Gesundheitspolitik der Bundestagsfraktion zur Wehr zu setzen. ...
22.11.2006
Bundesanstalt für Arbeitsschutz: "Elektrosensibilität": ein rein psychologischer Effekt?
Immer wieder klagen Menschen über gesundheitliche Probleme, die durch elektromagnetische Felder weit unterhalb der bestehenden Grenzwerte ausgelöst werden sollen. Diese so genannten "Elektrosensiblen" geben dabei beispielsweise Handystrahlung oder so genannten Elektrosmog als Ursache für eine Vielzahl von Beschwerden an. Bei Versuchen in den Berliner Laboren der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) reagierten elektrosensible Personen nicht auf elektromagnetische Felder. Sie konnten die Felder weder zuverlässig wahrnehmen, noch zeigten sie eine messbare biologische Reaktion auf das An- und Ausschalten der schwachen Feldexpositionen. Darin unterschieden sie sich nicht von den Personen einer Kontrollgruppe. ...
20.11.2006
SECURVITA Krankenkasse fordert größere Transparenz und mehr Verbraucherschutz bei Nano-Technologie
Bei dem zu erwartenden Boom der Nano-Technologie dürfen die gesundheitlichen Risiken nicht unter den Teppich gekehrt werden. Mit Blick auf die heutige Verbraucherkonferenz zur Nano-Technologie in Berlin erklärte die SECURVITA Krankenkasse: "Wir fordern die Bundesregierung auf, die Gesundheitsgefahren der neuen Super-Technologie zu prüfen. Die Risikoabschätzung hinkt weit hinter der industriellen Anwendung hinterher." Selbst das Bundesforschungsministerium räumt ein: "Mögliche toxische Wirkungen von Nanopartikeln sind noch nicht hinreichend untersucht." ...
18.11.2006
2050 zwischen 1,4 und 2,7 Mrd. Kfz erwartet
Bis 2050 wird die derzeitige Zahl von rund 600 Mio. Autos auf 1,4 bis 2,7 Mrd. ansteigen. Das hat eine WIFO-Studie ergeben, die beim Earth System Science Partnership in Peking präsentiert wurde, berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature. Das bedeutet auch, dass die CO2-Emissionen sich allein aus diesem Grund bis 2050 verdoppeln oder sogar vervierfachen werden. ...
17.11.2006
BUND: Nairobi-Klimagipfel endet ohne Klarheit
Nach Einschätzung des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ist das Ergebnis der Klimakonferenz in Nairobi frustrierend. Die Bedrohung durch den Klimawandel werde immer dramatischer und die Klimadiplomatie bewege sich im Schneckentempo. In Nairobi konnte leider kein wirksamer Klimaschutz-Fahrplan vereinbart werden, obwohl die Welt dringend anspruchsvolle Ziele für die Zeit nach dem Kyoto-Abkommen benötige. ...
16.11.2006
Deutschland unterzeichnet Europäische Charta zur Bekämpfung der Adipositas
Seit dem 15.11. findet in Istanbul (Türkei) die Europäische Ministerkonferenz der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Bekämpfung der Adipositas statt. Auf der Konferenz werden Wege erörtert und Maßnahmen aufgezeigt, die helfen können, die gesundheitlichen Gefahren der Adipositas zu verhindern. Auf der Konferenz wird den Mitgliedstaaten zudem die Europäische Charta zur Bekämpfung der Adipositas zur Annahme vorgelegt. Sie stellt eine Aufforderung zu politischem Engagement und Handeln der WHO-Mitgliedstaaten dar. Die Charta wurde bereits von über 50 Staaten, darunter Deutschland, angenommen. ...
16.11.2006
Aktuelles Gesundheits- und Umweltrisiko durch Blei
Risk to Health and the Environment of the Current Use of Lead
Lead is a widely used material in our society. Its applications include car batteries, sealants in the building sector, or various elements of electrical and electronic goods. It used to be applied in significant quantities as a scavenger in petrol, but, after the introduction of lead-free petrol in Europe, this application has been reduced enormously. The same applies to the use of lead in applications such as water pipes. Consequently, direct emissions and human exposure to lead have been reduced significantly. Nevertheless, there is still discussion whether exposure to lead should be further reduced. ...
15.11.2006
Die Menschen in der DDR waren vor Mikrowellenbelastung "tausendmal" besser geschützt als deutsche Bundesbürger heute
Mobilfunk arbeitet mit Mikrowellen. Die heute in Deutschland gültigen Grenzwerte sind per Gesetz auf 1000 Einheiten festgelegt (1). Vor der Grenzöffnung 1989 galt in der DDR aufgrund einer Verordnung des Ministerium für Gesundheitswesen ein Verbot(!) für Schwangere und Stillende, sich am Arbeitsplatz höheren Werten als einer Einheit auszusetzen (2). Wohnbezirke durften nicht mit über einer Einheit bestrahlt werden. Auch wurden Tiere, an deren Aufenthaltsort eine Einheit überschritten waren, von der Zucht ausgeschlossen (3). ...
15.11.2006
Gabriel: Wir müssen dem Klimawandel entschlossenes Handeln entgegensetzen
Auf der internationalen Klimaschutzkonferenz in Nairobi haben heute die Beratungen auf Ministerebene begonnen. In der Eröffnungssitzung betonte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel, dass eine ehrgeizige und robuste Regelung für die Zeit nach 2012 von größter Bedeutung sei. Er verlangte, dass die Vertragsstaaten des Kyoto-Protokolls bis 2009 in der Lage sein sollten, der Welt ein Abkommen vorzulegen, mit dem es möglich ist, die globale Erwärmung auf 2 Grad Celsius zu begrenzen. ...
14.11.2006
Private Haushalte verschwenden weiter Energie
Private Haushalte gehen noch immer zu verschwenderisch mit Energie und Fläche um. Das belegen Zahlen aus der Umweltökonomischen Gesamtrechung (UGR) des Statistischen Bundesamtes (Destatis), die heute auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Umweltbundesamt (UBA) in Berlin vorgestellt wurden. Danach ist der Energieverbrauch deutscher Haushalte für Wohnen von 1995 bis 2005 um 3,5 Prozent gestiegen. Neben zunehmenden Wohnflächen ist ein weiterer Grund hierfür die wachsende Ausstattung der Haushalte mit Elektrogeräten. ...
13.11.2006
WHO Konferenz: Gesundheitliche Zukunft der Kinder durch beschleunigte Ausbreitung von Übergewicht und Adipositas bedroht
Die Zahl übergewichtiger Kinder steigt in einigen Ländern der Europäischen Region der WHO jährlich um bis zu 2 %. In den 1970er Jahren betrug der durchschnittliche jährliche Zuwachs nur 0,1 %. Bis 2010 wird jedes zehnte Kind adipös sein: Das entspricht 15 Millionen Kindern in der gesamten Region. In der Kindheit erworbene Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten können ein Leben lang Bestand haben und sich auf die Gesundheit auswirken. ...
10.11.2006
Schadstoffe stören Entwicklung von Babys nachhaltig
Schadstoffe haben bei Ungeborenen ebenso wie bei Säuglingen und Kleinkindern besonders negative Auswirkungen auf die Entwicklung. Die Plattform "Ärzte für schadstoff-freie Nahrung" empfiehlt daher Bio-Produkte als gesunde Alternative. Internationalen Studien zufolge wirkt sich nämlich eine chronische Belastung mit Schwermetallen, Pestiziden, Herbiziden, industriellen Weichmachern oder Lebensmittelzusätzen im frühen Entwicklungsstadium bis zum dritten Lebensjahr nachhaltig schädigend auf das Gehirn aus. ...
09.11.2006
REACH will not protect health unless it deals with the danger of low exposure, say scientists
More than 500 scientists, doctors and representatives of health and environment groups meeting at UNESCO, Paris today will call for strong measures to control chemicals to help prevent cancers and other chronic illnesses. Recent evidence that extremely low levels of exposure to some chemical contaminants can cause disease by interfering with the activity of genes will be presented at the Environment and Sustainable Health: An International Assessment conference. The Paris Appeal Memorandum will make unified scientific recommendations for the prevention of cancers, birth defects, brain development disorders and infertility. ...
09.11.2006
Bayerischer Fluss mit Perfluorierten Tensiden stark belastet
Nach Greenpeace-Recherchen ist die bayerische Alz hochgradig mit umwelt- und gesundheitsschädlichen Chemikalien belastet. Eingeleitet werden die als krebserregend geltenden Perfluorierten Tenside (PFT) aus dem Industriepark Werk Gendorf, der zum "Bayerischen Chemiedreieck" zählt. Die von Greenpeace heute veröffentlichten Analysen der Alz-Wasserproben zeigen die höchsten PFT-Werte auf, die jemals in deutschen Flüssen gemessen wurden. Auch das Trinkwasser in Gendorf weist Rückstände von PFT auf, die über dem vom Umweltbundesamt empfohlenen Grenzwert liegen. ...
09.11.2006
Städtische Luftverschmutzung - eine Hauptursache für umweltbedingte Krebserkrankungen
Urban Air Pollution - a Major Cause of Pollution-related Cancer
Many man-made pollutants have severe negative impacts on human health. The current evidence in Europe linking non-occupational exposure to pollutants with a risk of cancer is very limited. A new study has reviewed the epidemiological evidence linking exposure to pollutants with a risk of cancer, and has provided a quantitative estimate of the cancer pollutants may cause in Europe. The author considered non-occupational exposure to outdoor air pollution including residence near major industrial emission sources, asbestos, passive smoking, indoor radon, and other sources of indoor air pollution, arsenic in drinking water, chlorination by-products in drinking water, dioxins and electromagnetic fields. ...
08.11.2006
Solarstrom: 0,26 Prozent der Stromerzeugung, 912 Megawatt Zubau 2005
Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland Solarstromanlagen mit einer Gesamtleistung von 912 Megawatt (MW) neu installiert. 2004 waren es 597 MW. Die Zahlen sind deutlich höher als bisher angenommen. Eine neue Datenbasis erlaubt nun sichere Aussagen. Alle in Deutschland auf Dächern und Freiflächen installierte Solaranlagen trugen im Jahr 2005 mit insgesamt 0,26 Prozent zur deutschen Stromproduktion bei. ...
08.11.2006
Alpenländer beraten gemeinsame Strategie gegen regionale Folgen des Klimawandels
Die Umweltminister der Alpenstaaten und der Vertreter der Europäischen Gemeinschaft kommen am 9. November im österreichischen Alpbach zusammen, um über die Schwerpunkte gemeinsamer grenzübergreifender Bergpolitik zu beraten. Im Mittelpunkt der Beratungen auf dieser IX. Alpenkonferenz stehen die regionalen Folgen des Klimawandels in den Alpen und die Entwicklung von Anpassungsstrategien für die bedeutendste Bergregion Europas. ...
08.11.2006
Aus Vorsorgegründen sollten Schwangere und Kinder vor Chemikalien geschützt werden
A Precautionary Approach Should Be Taken To Protect Pregnant Women And Children Against Industrial Chemicals
Exposure limits for chemicals should be set at values that recognise the unique sensitivity of pregnant women and young children, and they should aim to protect brain development.
Neurodevelopmental disorders such as autism, attention deficit disorder, and cerebral palsy are common, costly and can cause lifelong disability. One in every six children has a developmental disability and in most cases these disabilities affect the nervous system. The two main obstacles to preventing neurodevelopmental disabilities caused by chemicals are the great gaps in testing chemicals for developmental neurotoxicity and the high level of proof required for regulation. ...
07.11.2006
BfR bewertet flüchtige Stoffe aus Matratzen
Eine im Handel angebotene Matratze enthielt flüchtige Stoffe, zum Teil mit biozider Wirkung. In der Baumwoll-Kasten-Matratze wurden folgende Substanzen nachgewiesen:
- Naphthalin (127 mg/kg),
- Biphenyl (98 mg/kg),
- Anthracen (290 mg/kg) und
- Benzothiazol (146 mg/kg). .....
07.11.2006
Rauchen und Asthma bei Jugendlichen - Ulmer Studie belegt deutlich höhere Risiken
Zusammenhänge zwischen aktivem Rauchen und Asthmaerkrankungen bei Jugendlichen belegt eine aktuelle Studie des Instituts für Epidemiologie der Universität Ulm. Professor Stephan Weiland, Direktor des Instituts und Leiter der Studie, und Jon Genuneit, Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Erstautor der Publikation, haben die Ergebnisse dieser Tage der Presse vorgestellt. Demnach erhöht sich das Risiko, an Asthma zu erkranken, bei rauchenden Jugendlichen verglichen mit gleichaltrigen Nichtrauchern um das 2,3-Fache.
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06.11.2006
Stellungnahme und Forderungen der Kinderkommission zum Thema "Kinder und Medien"
Der Alltag der Kinder und Jugendlichen wird wesentlich geprägt durch elektronische Medien. Neben den herkömmlichen technischen Geräten wie dem Fernsehen oder dem Radio gehören das Internet, das Handy oder Spielekonsolen zum jugendlichen Alltag. 92 Prozent aller Jugendlichen verfügen mittlerweile über ein eigenes Handy. Die virtuelle Welt kann neurobiologische und psychologische Auswirkungen bei den Kindern und Jugendlichen verursachen. Die daraus erwachsenen Gefahren sind keineswegs zu unterschätzen. ...
06.11.2006
Gabriel zum Auftakt der 12. Weltklimakonferenz in Nairobi
Zum Auftakt der 12. Weltklimakonferenz in Nairobi erklärt Bundesumweltminister Sigmar Gabriel: "Der Klimawandel findet statt und er schreitet sehr viel schneller voran, als die Wissenschaft noch vor kurzem angenommen hat. Die gute Nachricht: wir können etwas gegen den Klimawandel tun und zugleich wirtschaftlich wachsen. Wenn wir nicht handeln, werden die Kosten des Klimawandels unsere Wirtschaft unvertretbar belasten. Dies hat der Stern-Bericht gerade eindrucksvoll bestätigt. In den kommenden 10 bis 15 Jahren müssen wir eine Trendumkehr bei den Emissionen erreichen, um den globalen Temperaturanstieg auf 2 Grad zu begrenzen und zugleich mit den Folgen des unabwendbaren Klimawandels umzugehen. In Nairobi muss die Staatengemeinschaft Konsequenzen aus diesen Tatsachen ziehen und handeln." ...
03.11.2006
Dramatisches Artensterben in den Ozeanen
Der WWF zeigt sich besorgt über die Ergebnisse einer von kanadischen Wissenschaftlern im Magazin "Science" veröffentlichten Studie. Der Report sagt den Kollaps aller wirtschaftlich genutzten Fischbestände bis 2048 voraus - wenn die Menschen die Ozeane weiter wie bisher plündern. Als Gründe nennen die Autoren Überfischung, Verschmutzung, Zerstörung der Lebensräume und den Klimawandel. Die bislang umfassendste globale Studie zum Artensterben in den Meeren bestätigt Untersuchungen des WWF. In ihrem jüngst veröffentlichten Living Planet Report hatte die Umweltorganisation bei 1.112 Populationen von 274 Meeresarten zwischen 1970 und 2003 einen Rückgang der Bestände um über 25 Prozent festgestellt. ...
03.11.2006
WHO fordert Werbebeschränkungen gegen Fettleibigkeit
Die europäischen Gesundheitsminister werden aufgefordert, eine Kampagne gegen Fettleibigkeit zu unterstützen, die verhindern soll, dass Kinder durch Lebensmittelkonzerne ausgenutzt werden. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hält ab 15.11. in Istanbul eine Konferenz mit rund 50 Ministern ab. Es wird erwartet, dass die Charta bei dieser Tagung verabschiedet wird. ...
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