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Vor Terror und Krieg schützt keine Impfung!
Die internationalen Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges (IPPNW), der Verein Demokratischer Ärzte und Ärztinnen und die Fraktion Gesundheit in der Ärztekammer Berlin fordern von der Deutschen Bundesregierung unverzüglich den geheimen deutschen Pockenimpfplan offen zu legen. Die Ärzteverbände wehren sich dagegen, zum Zwangsimpfen herangezogen zu werden, ohne dass der Sinn und Unsinn dieses Konzeptes in der Öffentlichkeit und insbesondere mit Ärzten und Ärztinnen in Praxen, Krankenhäusern und im Gesundheitsdienst diskutiert worden ist. Offenbar plant die Regierung schon beim Auftreten eines einziges Pockenfalles irgendwo auf der Welt die Impfung von 5 Millionen Deutschen (medizinisches Personal und ausgewählte Berufsgruppen}. Tritt in Deutschland ein Pockenfall auf, soll dann eine Zwangsimpfung greifen, zunächst der Kontaktpersonen, später dann der gesamten Bevölkerung. Die Ärzteverbände halten diese Pläne für völlig übertrieben. Durch sofortige Isolierung der an Pocken erkrankten Person und umgehende Impfung ihrer Kontaktpersonen (Riegelungsimpfung} sei die Situation besser zu handhaben, da die epidemische Verbreitung von Pocken durch die gezielte Impfung gefährdeter Personen weitgehend verhütet werden könne. Dieses Vorgehen werde auch von die Weltgesundheitsorganisation empfohlen. Risiken und Nebenwirkungen inbegriffen Wie mitgeteilt wurde, müsse bei der Pockenimpfung mit 1-2 Todesfällen unter 1.000.000 Geimpften rechnen. Bei etwa 50 von 1.000.000 Geimpften kann es zu einer dauerhaften Hirnerkrankung (Encephalopathie) oder anderen schweren Nebenwirkungen mit dauerhafter Invalidität kommen. Etwa jeder tausendste Geimpfte wird schwer erkranken, etwa jeder dritte Geimpfte ist in der ersten Woche nach der Impfung arbeitsunfähig. Aufgrund des veränderten Krankheitsspektrums der heutigen Bevölkerung liegen die aktuellen Komplikationsraten eher noch höher. "Wir befürchten, dass durch solche millionenfache Anwendung des Impfstoffes mehr Schaden als Nutzen entsteht", schreibt der Fachausschuss Infektionsschutz des Bundesverbandes der Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes in seiner Stellungnahme zum Pockenplan. Pockenpanik unbegründet Mit großer Sorge beobachten die Ärzteverbände, wie in den letzten Monaten die Angst vor möglichen Pockenangriffen geschürt worden ist. Sie wehren sich dagegen, für diese Panikmache missbraucht zu werden. Das Auftreten von Pocken wird für äußerst unwahrscheinlich gehalten, weil es Pockenstämme seit der Ausrottung der Pocken in den 70er Jahren nur in zwei streng bewachten, von der WHO kontrollierten Labors in den USA und Russland gibt. Nur vage Gerüchte geben einen Hinweise darauf, dass Pockenviren an andere Staaten geliefert worden sein könnten. Pockenviren sind technisch schwer zu handhaben und längst nicht so robust wie etwa Anthraxsporen. Damit gehören sie nicht zu den bevorzugten Waffen potenzieller Angreifer. Ein Pockenerkrankter ist in der ansteckenden Phase schon so krank, dass er nicht mehr in der Lage sein wird, durch die Stadt zu laufen und Menschen zu infizieren. Ein an Pocken Erkrankter steckt nach früheren Beobachtungen im Schnitt ein bis zehn andere Menschen an, meist Familie und Pflegepersonal. Impft man die Kontaktpersonen binnen 4 Tagen nach Ansteckung, lässt sich der Ausbruch der Pocken vermeiden. Massenimpfungen als Symbol gegen Terroranschläge Nach Meinung der Ärzteverbände dienen die jetzigen Massenimpfpläne der Regierung weniger dem Schutz der Bevölkerung als einer symbolischen Immunisierung der Gesellschaft gegen Terroranschläge. Den Ängsten der Bevölkerung wird mit vorgetäuschter Sicherheit begegnet. Es scheint, als ob die Bevölkerung in kriegerischen Zeiten symbolisch fit gemacht werden solle für hypothetische Bedrohungsszenarien - ohne dass dabei Rücksicht auf die dabei zu Schaden kommenden Menschen genommen wird. Vorbeugung statt Symptombehandlung Nach Ansicht der unterzeichnenden Ärzteverbände kann Sicherheit nur gemeinsam auf dieser Welt erreicht werden. Anstelle der Zwangsmassenimpfung wird eine vorbeugende Politik zur Eindämmung der Bedrohung durch Terror und Krieg gefordert. Dazu gehört das weltweite Verbot von ABC-Waffen, die vollständige Umsetzung und Ratifizierung der Biowaffen-Konvention und eine weltweite, sozial verträgliche Politik, die dem Terrorismus den Nährboden entzieht. Kontakt: IPPNW Körtestraße 10 10967 Berlin Tel: 030/6980 74-0 Fax: 030/69381 66 ippnw@ippnw.de www.ippnw.de www.kultur-des-friedens.de zurück zum Seitenanfang |
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